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Rang zwei bei German Masters

Tisch und Hämmerli halten ihre WM-Chance am Leben

Nach einer durchwachsenen Vorrunde steigert sich das Magstadter Duo im Finale deutlich und fährt beim German Masters auf Platz zwei.
Von Karlheinz Reichert
Die Magstadter Vize-Europameister Patrick Tisch und Julia Hämmerli fahren im ersten Finale der German-Masters-Serie hinter den Welt- und Europameistern Lea-Victoria Stybar und Nico Rödiger (Langenselbold) auf Rang zwei. Bild: Reichert

Die Magstadter Vize-Europameister Patrick Tisch und Julia Hämmerli fahren im ersten Finale der German-Masters-Serie hinter den Welt- und Europameistern Lea-Victoria Stybar und Nico Rödiger (Langenselbold) auf Rang zwei. Bild: Reichert

Bild: Reichert

Kunstradsport. . Im Finale des ersten German-Masters-Wochenendes in Märkisch Buchholz (Brandenburg) erkämpften sich die Magstadter Vize-Europameister Patrick Tisch und Julia Hämmerli hinter den Welt- und Europameistern Lea-Victoria Stybar und Nico Rödiger (Langenselbold) in der Offenen Klasse Platz zwei. In der German-Masters-Serie sind sie damit ebenfalls Zweite. In der gleichzeitig ausgetragenen WM-Qualifikation liegt das Magstadter Paar allerdings nur auf Rang drei.

Der Grund ist der komplizierte Wertungsmodus: Bei jedem der drei German Masters zählen jeweils zwei Durchgänge für die WM-Qualifikation. Hinzu kommt als siebte Wertung die Vorrunde der Deutschen Meisterschaft. Am Ende werden die besten fünf Ergebnisse berücksichtigt.

Die Vorrunde lief für Tisch und Hämmerli nicht nach Wunsch. Bei der Kehrsteuerrohrsteiger-Mühle war Hämmerli etwas zu langsam in die Übung gestartet, bei der anschließenden Kehrlenker-Sitzmühle riskierte sie dagegen zu viel und musste vom Rad. Das hinterließ Spuren: Bei der neu ins Programm aufgenommenen Kehrreitsitzmühle spielten ihr die Nerven einen Streich, sodass sie die Drehung abbrechen musste.

Rang drei nach der Vorrunde

Die Fehler kosteten das Duo viele Punkte. Von 160,2 eingereichten Zählern blieben am Ende 144,28 übrig. Damit belegten Tisch/Hämmerli Platz drei hinter Stybar/Rödiger und Kreuzmann/Stapf aus Soden-Sulzbach, die mit 152,41 Punkten eine persönliche Bestleistung aufstellten.

„Wir waren etwas überrascht, dass Kreuzmann/Stapf plötzlich so stark gefahren sind, denn die hatten bisher immer größere Patzer im Programm“, bekannte Patrick Tisch nach der Vorrunde. Entmutigen ließ sich das Magstadter Paar dadurch aber nicht. In der mehrstündigen Pause bis zum Finale übten die beiden noch einmal ihre Mühle-Drehungen und holten sich so die nötige Sicherheit.
Das Finale lief so gut, dass Tisch mit Blick auf mögliche Zusatzpunkte überzog und beide vom Rad mussten. Mit 152,6 Punkten erreichten die Magstadter dennoch ihr bisher zweitbestes Ergebnis und verwiesen Kreuzmann/Stapf (150,24 Punkte) auf Platz drei. In der WM-Qualifikation liegt das bayerische Duo damit rund sechs Zähler vor den Magstadtern. Die Hessen Stybar/Rödiger führen unangefochten.

An der Weltmeisterschaft dürfen nur zwei deutsche Paare teilnehmen. Verloren ist für Tisch und Hämmerli trotz des Rückstands noch nichts. „Da noch fünf Durchläufe zu fahren sind und von den sieben nur die besten fünf gewertet werden, haben wir keinen Grund, jetzt schon den Kopf in den Sand zu stecken“, sagt Patrick Tisch. Und er verspricht: „Wir werden weiter Gas geben und um unsere WM-Chance kämpfen.“

Hassmüller/Lichy hoffen noch auf DM

Ebenfalls am Start in Märkisch Buchholz war der neu formierte Frauen-Zweier mit Jessie Hasmüller und Nena Lichy (RV Pfeil Magstadt/RKV Denkendorf). Hasmüller, mit ihrer früheren Denkendorfer Partnerin Annice Niedermayer zweimal Weltpokalsiegerin, hatte gehofft, sich mit Platz drei in der Vorrunde nicht nur für das Finale, sondern zugleich für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. Das klappte nicht.

„Am Anfang sah es richtig gut aus“, sagt Jessie Hasmüller, „und bis zur letzten Übung waren wir auch noch Dritte.“ Nach zwei Stürzen zum Schluss ihrer Kür fielen sie jedoch mit 101,85 Punkten auf Platz sieben zurück. „Zwei Leichtsinnsfehler, die mich ärgern, weil sie nichts damit zu tun haben, dass wir noch nicht sehr lange zusammen fahren“, nahm die Magstadterin nach dem Wettkampf kein Blatt vor den Mund. 112 Punkte hätten für Platz drei gereicht – eine Marke, die nach ihrer Einschätzung für das Duo machbar gewesen wäre. Für die Deutsche Meisterschaft wollen sich Hasmüller/Lichy nun über den Deutschland-Pokal qualifizieren.