

Herrenberg. Das Herrenberger Sommernachtskino in Herrenberg ist mit seinem Start am Donnerstag, 23. Juli nicht nur eine der frühesten Open-Air-Kino-Veranstaltungen in der Region, es zählt mit seiner 32. Ausgabe auch zu den ältesten Filmnächten. 18 Abende lang werden bis zum Sonntag, 9. August die digitalen Projektoren vor der idyllischen Kulisse neben dem Schlossbergturm angeworfen. Dabei kommen 16 verschiedene Filme zum Einsatz – davon mehr als die Hälfte Komödien.
Bei der diesjährigen Filmauswahl haben Ralph Giesert, Joachim Borkowski und Björn Grethen alias „Die KinoMacher“ auch diesmal wieder viel miteinander diskutiert, was sie ihrem treuen Publikum in diesem Jahr präsentieren wollen. Zu ihrem Bedauern können sie die jüngste Eberhofer-Verfilmung „Steckerlfischfiasko“ jedoch nicht anbieten, darf diese seitens des Filmverleihs doch frühestens erst ab dem 12. August aufgeführt werden – und da ist man mit der diesjährigen Ausgabe des Sommernachtskinos dann auch schon durch. „Wir haben uns stattdessen für ‚Das Kanu des Manitu‘ entschieden, denn den hatten wir im vergangenen Sommer nicht bekommen gehabt“, sagt Ralph Giesert. Mit der Komödie von und mit Bully Herbig in einer köstlichen Doppelrolle wird der Filmreigen auf dem Schlossberg denn auch am Donnerstag, 23. Juli eröffnet.
Es folgen der mit bisher 1,55 Millionen Besuchern in Deutschland (Stand 7. Juni) höchst erfolgreiche Science-Fiction-Film „Der Astronaut – Projekt Hail Mary“ mit Ryan Gosling und Sandra Hüller und das ebenfalls prominent besetzte Mode-Sequel „Der Teufel trägt Prada 2“, der als Abschlussfilm des Herrenberger Kinosommers am Sonntag, 9. August noch ein zweites Mal gezeigt wird. Wem’s nach Nervenkitzel ist, wird an „The Housemaid - Wenn sie wüsste“ (Montag, 27.7.) seine Freude haben.
Hape Kerkeling führt dann am Sonntag, 25. Juli als Vorsitzender eines Tennisclubs durch eine herrlich hitzig geführte Mitgliederversammlung. Überhaupt: Komödienstoff. Davon hat das 32. Herrenberger Sommernachtskino diesmal reichlich zu bieten. Christian Clavier gibt sich zum Beispiel in der französischen Klamotte „Ab durch die Mitte – Mit Vollgas durch Paris“ als schlitzohriger Schlüsseldienstleister die Ehre (29.7.) und lösen aufgrund zahlreicher Vorlesestunden an Verbrechenshergängen bestens geschulte Wolltiere in „Glennkill: Ein Schafskrimi“ (30.7.) den Fall, wie ihr Schäfer (Hugh Jackman) ums Leben kam.
Gleich zweimal zum Einsatz kommt der neue Leinwandspaß „Minions & Monster“ (1./7.8.) mit den wie aus dem Überraschungsei gepellten Animationsfilmhelden, die diesmal auf der Suche nach gruseligen Figuren für einen Monsterfilm sind und dabei auch bekanntem Filmklassikerpersonal begegnen. Die US-Komödie „Solo Mio“ (2.8.) schickt den Comedian Kevin James auf eine Hochzeitsreise nach Italien, allerdings ohne seine Braut. „Verflucht normal“ (3.8.) erzählt auf humorige Art von einem jungen Schotten, der seine Tourette-Krankheit publik gemacht hatte und dafür von der Queen ausgezeichnet worden ist.
Im französischen „Chéri, ich komme! - Die Erfindung der Lust“ (4.8.) spielt François Cluzet („Ziemlich beste Freunde“) einen Tüftler, der zur Freude (nicht nur) seiner unterbefriedigten Frau wirkungsvolle Sexspielzeuge entwickelt. Christoph Maria Herbst wiederum tritt dann in der Tragikomödie „Sommer auf Asphalt“ (6.8.) als seine Tochter (Mala Emde) als Fahrradkurier vertretender Vater in die Pedale.
Apropos Pedale. Für den Dokumentarfilm „Same Sun - Mit dem Fahrrad durch Afrika“ (5.8.) hat Wiebke Lühmann 430 Tage im Sattel gesessen und dabei zwischen Freiburg und dem Kap der Guten Hoffnung auf dem Weg durch 22 Länder rund 20.000 Kilometer abgespult. Sie selbst wird als Gast des Sommernachtskinos auch persönlich über ihre inneren wie äußeren Herausforderungen Auskunft geben. Und wo wir schon bei abenteuerlichen Expeditionen sind: ein Abend beim Herrenberger Film-Open-Air ist in guter alter Tradition wieder der jüngsten Kompilation des EOFT (28.7.) gewidmet.
„Die European Outdoor Film Tour ist seit über zehn Jahren fester Bestandteil unseres Programms und wird immer gut angenommen, egal, wie das Wetter ist“, merkt Ralph Giesert an. Diesmal dokumentieren die Beiträge einen Eiskunstlaufweltrekord mit Inklusionsrelevanz, eine 50-tägige Expedition durch das Denali-Massiv in Alaska, zwei besondere Gipfeli-Touren in der Schweiz sowie das Porträt einer 50-Jährigen Outdoor-Pionierin.
Und dann wären da noch zwei starke Filme über zwei besondere Helden. Das Biopic „Michael“ (31.7.) zeichnet den Weg von Michael Jackson vom talentierten Sängerkind zum sich von der Familie abnabelnden Superstar mit eindrucksvollen Gesangs- und Tanzshoweinlagen nach – und in Christopher Nolans mit Spannung erwartetem „Die Odyssee“ (8.8.) kehrt Matt Damon als Odysseus nach dem Trojanischen Krieg zurück nach Ithaka. „Diesen Film zu bekommen war ein kleiner Kraftakt, umso mehr freuen wir uns, dass wir ihn auf dem Schlossberg zeigen dürfen“, sagt Ralph Giesert.
Wie immer seit Bestehen des seit über 30 Jahren jeden Sommer auf den Schlossberg mit seinen alten Bäumen und historischen Gemäuern zurückkehrenden Open-Air-Kinos lohnt der Aufstieg über die Treppen von der Altstadt hinauf schon Stunden vor Einbruch der Dunkelheit. Bei Apfelschorle, Bier oder einem Gläschen Sekt oder Wein sowie diversen kulinarischen Angeboten lässt sich der Blick über das sommerliche Gäu genießen und auf den mit Einbruch der Dämmerung beginnenden Filmabend einstimmen. Vor der überdimensionalen Leinwand von etwa 100 Quadratmetern stehen etwa 1000 Sitzplätze (darunter auch wieder die beliebten Paarbänkle) bereit, modernste digitale Projektionstechnik sorgt für ein rundum perfektes Kinoerlebnis.
Karten sowie weitere Informationen zum Sommernachtskino gibt es im Internet unter www.kinomacher.de































