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Mundart

Schwäbische Kriminalkomödie begeistert Publikum in Dagersheim

Theatergruppe des Liederkranzes mit dem Stück „A eiskalta Bescherung“ in der fast ausverkauften Festhalle.
Auf der Bühne in der Festhalle: Sabine Weiss, Heidrun Heinkele, Joachim Epacher, Wolfgang List und Anita Schmidt.

Auf der Bühne in der Festhalle: Sabine Weiss, Heidrun Heinkele, Joachim Epacher, Wolfgang List und Anita Schmidt.

Bild: Erdemann

Dagersheim. Die Theatergruppe des Liederkranzes Dagersheim hat in der nahezu ausverkauften Dagersheimer Festhalle einen Publikumserfolg gefeiert. Mit der schwäbischen Kriminalkomödie „A eiskalta Bescherung“ von Jasmin Leuthe brachte das Ensemble ein Stück auf die Bühne, das mit pointierten Dialogen, lokalen Anspielungen und viel Spielfreude überzeugte.

Bemerkenswert ist auch die kurze Vorbereitungszeit: Nach nur drei Monaten Proben stand eine Aufführung, die immer wieder kräftigen Szenenapplaus auslöste.

Die Handlung spielt an Heiligabend im Wohnzimmer des Ehepaars Loni und Anton. Doch statt besinnlicher Feiertagsstimmung sorgt Opa Karl schnell für Chaos. Als er verkündet, seine Lebensversicherung nicht seinen Söhnen, sondern den Eisenbahnfreunden Dagersheim zu vermachen, ist der Familienkonflikt perfekt. Kurz darauf stirbt er an einem stecken gebliebenen Stück Brot.

Geschichte nimmt Fahrt auf

Damit nimmt die turbulente Geschichte Fahrt auf. Um an das Geld zu kommen, versucht die Familie, den Todesfall zu vertuschen. Die Leiche wird von Ort zu Ort geschafft, bis schließlich auch noch die Polizei eingeschaltet wird. Mit Sonderermittlerin Loretta Baretta, einer Kontaktanzeige-Bekanntschaft von Opa Karl und einem überlisteten Versicherungsmakler steigert sich das Durcheinander.

Zu den stärksten Momenten des Abends zählt auch Oma Erna, gespielt von Angelika Kuch, die mit schusseliger Raffinesse die Handlung weiter antreibt. Am Ende nimmt sie die Leiche samt Rollstuhl mit auf eine Busfahrt durch Dagersheim. Als der Busfahrer glaubt, Opa Karl sei in seinem Bus gestorben, übernimmt ausgerechnet die Busgesellschaft die Beerdigungskosten.

Das Ensemble überzeugte insgesamt mit geschlossenem Zusammenspiel. Anita Schmidt, Wolfgang List, Dieter Nagel, Joachim Epacher, Heidrun Heinkele, Sabine Weiss, Sandra Laier, Uwe Ayasse sowie Kai Steven Maier beziehungsweise Daniel Pesut trugen den Abend mit sichtbarer Spielfreude.

Nach dem langen Schlussapplaus stellte Regisseur Wolfgang List auch die Mitwirkenden hinter den Kulissen vor, darunter Souffleuse Elisabeth Müh und Tontechniker Alexander List.