Menü
Goldberg

Sindelfinger Streichquartett in der Versöhnungskirche

Beim zweiten Goldbergkonzert standen Werke von Purcell, Haydn und Ethel Smyth auf dem Programm.
Von unserer Redaktion
Das Streichquartett beim Konzert in der Versöhnungskirche.

Das Streichquartett beim Konzert in der Versöhnungskirche.

Bild: Privat

Sindelfingen. Die Versöhnungskirche ist erneut zum Schauplatz eines Kammermusikabends geworden. Beim zweiten Goldbergkonzert trat das Sindelfinger Streichquartett auf und spielte Werke von Henry Purcell, Joseph Haydn und Ethel Smyth. Die Kirche war gut besetzt, der Zuspruch reicht nach Angaben der Veranstalter inzwischen über den Stadtteil Goldberg hinaus.

Das Sindelfinger Streichquartett spielte in der Besetzung mit Detlev Grevesmühl und Petra Grevesmühl an den Violinen, Daniela Schwabe an der Viola und Nicole Amann-Gessinger am Violoncello. Eröffnet wurde das Konzert mit zwei Fantasien von Henry Purcell, der von 1659 bis 1695 lebte. Danach folgte das sogenannte „Reiterquartett“ von Joseph Haydn, der von 1732 bis 1809 lebte.

Einen weiteren Schwerpunkt setzte das Ensemble mit dem Streichquartett c-Moll von Ethel Smyth. Die englische Komponistin, die von 1858 bis 1944 lebte, war auch in der Frauenrechtsbewegung engagiert. Bekannt ist in diesem Zusammenhang ihr Lied „March of the Women“. Das viersätzige Quartett schrieb Smyth 1881 während ihrer Studienzeit in Leipzig. Stilistisch steht das Werk in der Spätromantik.

Das Quartett c-Moll ist von vielen musikalischen Ideen, weiten Spannungsbögen und größeren Ausbrüchen geprägt. Diese unterschiedlichen Facetten arbeitete das Sindelfinger Streichquartett im Konzert heraus. Nach dem Werk von Smyth folgte als Zugabe eine weitere Fantasie von Purcell, mit der der Abend abgeschlossen wurde.