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Wandern für den guten Zweck

200 Kilometer sind geschafft

Harald Kümmel hat die ersten drei Stationen seiner rund 700 Kilometer langen Tour über die Kanarischen absolviert. Die während der Aktion gesammelten Spenden sollen vollständig dem ökumenischen Kinderhospizdienst im Kreis Böblingen zugutekommen.
Von unserer Redaktion
Das Ziel von Harald Kümmel ist es, alle sieben Hauptinseln der Kanaren zu Fuß zu durchqueren.

Das Ziel von Harald Kümmel ist es, alle sieben Hauptinseln der Kanaren zu Fuß zu durchqueren.

Bild: z

Wandern. Harald Kümmel aus Weil im Schönbuch hat Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria durchquert und damit die ersten drei Stationen seiner rund 700 Kilometer langen Wanderung über die Kanarischen Inseln hinter sich gebracht. Mit der Tour sammelt der 70-Jährige Spenden für den ökumenischen Kinderhospizdienst im Kreis Böblingen.

Vor allem auf Lanzarote und Fuerteventura bekam Kümmel die Bedingungen zu spüren. Hitze und starker Wind belasteten ihn, hinzu kam die schwierige Wasserversorgung. Über längere Strecken gab es weder Schatten noch Möglichkeiten, die Vorräte aufzufüllen. Entsprechend viel Wasser musste Kümmel selbst tragen. Sein Gepäck brachte dadurch zeitweise rund 20 Kilogramm auf die Waage. Der starke Wind hatte zumindest einen Vorteil: Er kam teilweise von hinten. Nach der Durchquerung Fuerteventuras legte Kümmel dennoch zwei Tage Pause in einem Hotel ein, um sich von den Strapazen zu erholen.

Besser lief es anschließend auf Gran Canaria. Mit dem Bus fuhr Kümmel zunächst nach Maspalomas im Süden. Von dort wanderte er rund 85 Kilometer quer über die Insel bis nach Agaete im Nordwesten. Die Route führte dabei über einen etwa 1900 Meter hohen Punkt. Anschließend ging es mit dem Bus zurück nach Las Palmas.

Gepäckstrategie verändert

Mittlerweile hat Kümmel auch seine Gepäckstrategie verändert. Nicht benötigte Ausrüstung lässt er während der Wanderungen im Hotel zurück und holt sie anschließend wieder ab. Das soll vor allem auf den bevorstehenden Bergetappen für Entlastung sorgen. Nach einer Erholungspause auf Gran Canaria flog Kümmel weiter nach La Palma. Dort steht ihm nun eine der schwierigsten Passagen seiner Kanaren-Tour bevor. Insgesamt rechnet er auf der Insel mit rund 6000 Höhenmetern. Auch die Versorgung mit ausreichend Wasser dürfte erneut eine wichtige Rolle spielen.

Gestartet war Kümmel am 11. August am Mirador del Río im Norden Lanzarotes (https://www.szbz.de/nachrichten/artikel/700-kilometer-ueber-sieben-inseln-fuer-den-kinderhospizdienst-im-kreis-boeblingen). Noch kurz vor dem Beginn war unklar, wie sich sein Vorhaben entwickeln würde: Nach einem Zeckenbiss war bei ihm Borreliose festgestellt worden. Dennoch trat er die Reise an. Sein Ziel ist es, alle sieben Hauptinseln der Kanaren zu Fuß zu durchqueren. Nach La Palma stehen La Gomera und El Hierro auf dem Programm. Den Abschluss soll Teneriffa bilden. Dort wartet mit dem rund 3800 Meter hohen Vulkan El Teide der höchste Punkt der gesamten Tour.

Für Wetterprobleme und ungeplante Unterbrechungen hat Kümmel Reservetage eingeplant. Starker Wind, Trockenheit und Waldbrandgefahr können Änderungen der Route erforderlich machen. Läuft die weitere Reise nach Plan, will er Ende September zurückkehren. Mit den Strapazen verbindet Kümmel einen sozialen Zweck. Die während der Aktion gesammelten Spenden sollen vollständig dem ökumenischen Kinderhospizdienst im Kreis Böblingen zugutekommen.

Info: Spenden sind über ein Konto bei der Kreissparkasse Böblingen möglich. Die IBAN lautet DE 98 6035 0130 1003 3315 62, Kontoinhaber ist Harald Kümmel, Verwendungszweck „Canarias 700“. Alternativ können Beiträge per PayPal an kletternundzen@hotmail.de überwiesen werden. Informationen zur Aktion gibt es unter der Telefonnummer 0176 31718027.