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Kreis Böblingen

Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 4,4 Prozent

Im Juni sind 10 032 Menschen im Landkreis arbeitslos gemeldet.
Von unserer Redaktion
Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote noch bei 4,1 Prozent.

Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote noch bei 4,1 Prozent.

Bild: z

Kreis Böblingen. Die Arbeitslosigkeit ist in Böblingen im Juni 2026 nur leicht zurückgegangen. 10 032 Menschen waren arbeitslos gemeldet, zwei Personen weniger als im Mai, aber 664 Personen beziehungsweise 7,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Vormonat 4,4 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,1 Prozent.

Weniger offene Stellen

Im Juni wurden 625 Stellen neu gemeldet. Damit befanden sich 2.247 freie Stellen im Bestand der Agentur für Arbeit Stuttgart, 187 weniger als vor einem Jahr.

Im Juni ist die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen (15 bis unter 25 Jahre) im Landkreis Böblingen um 3,8 Prozent auf 686 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist jedoch ein Anstieg um 57 Personen (9,1 %) zu verzeichnen.

Ausbildungsmarkt bleibt herausfordernd

Bis Juni waren im Kreis Böblingen insgesamt 2057 Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet, 31 (1,5 %) weniger als im Juni 2025. Aktuell suchen 1047 Bewerberinnen und Bewerber nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Die Unternehmen haben bisher 2215 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet. Das sind 142 Stellen beziehungsweise 6,0 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Gunnar Schwab, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Stuttgart, die für den Kreis Böblingen zuständig ist, erklärt: „Die aktuelle Entwicklung am Ausbildungsmarkt bereitet mir Sorgen. Für die Fachkräftesicherung ist die Ausbildung junger Menschen von zentraler Bedeutung, gerade auch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung. Ich appelliere daher an die Unternehmen, auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten Ausbildungsstellen anzubieten. Ebenso wichtig sind Praktikumsangebote, die jungen Menschen einen Einblick in Berufe ermöglichen und oft der erste Schritt in eine erfolgreiche Ausbildung sind.“

Arbeitgeber könnten ihre offenen Ausbildungsstellen unkompliziert an den Arbeitgeber-Service melden. „Darüber hinaus beraten wir zu den vielfältigen Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten, damit Unternehmen ihre Fachkräfte von morgen erfolgreich ausbilden können”, so Gunnar Schwab.