

Fechten. Großer Jubel und eine weitere WM-Medaille für die SV Böblingen. Felix Schrader holte sich im türkischen Mersin Degensilber bei der U23-WM und feierte damit im Herrendegen seinen bisher größten Erfolg.
Unzählige Athletinnen und Athleten aus 15 Ländern reisten Mitte Juni zu den „World Abilitysport Youth Games“ ins türkische Mersin, um in der U23-Altersklasse ihre Weltmeister im Florett, Degen und Säbel zu ermitteln, darunter die für die SVB startenden Clemens Cursiefen und Felix Schrader.
Das SVB-Duo ging in mehreren Disziplinen an den Start. Im Herrensäbel qualifizierte sich Schrader für das Finale der besten Acht und verlor erst im Viertelfinale gegen den starken Thailänder Phoopa Sae-Sim mit 9:15. Er erreichte Platz fünf. Clemens Cursiefen landete am Ende auf dem 18. Platz.
Im Herrenflorett kreuzte dann Cursiefen die Klingen. Der Florettist gewann in der Vorrunde souverän alle Gefechte und erhielt für das 32er-K.O. ein Freilos. Im Achtelfinale setzte er sich anschließend deutlich mit 15:2 gegen den unter neutraler Flagge startenden Emil Yusupov durch. Im Viertelfinale scheiterte er erst nach einem intensiven und spannenden Gefecht an Ilia Chernyshov, ebenfalls Neutraler Athlet. „Ganz knappes Aus, an der Medaille geschnuppert, aber im Endeffekt ein klasse sechster Rang“, sagte Cheftrainer Gavrila Spiridon.
Nach zwei Finalplatzierungen wurde der Degentag dann zum Medaillentag. Felix Schrader gelang ein Auftakt nach Maß. Mit einem deutlichen Viertelfinalsieg gegen den Nummer Eins gesetzten Thai Viro Sudjai stand er bereits auf dem Podest. Nach einem weiteren Sieg gegen dessen Landsmann Phoopa Sae-Sim ging es in den Kampf um Gold.
Schrader unterlag zwar gegen den neutralen Athleten Vadim Shenfeld, sah bei der Siegerehrung aber schon wieder happy aus. „Das war heute ein sportlicher Höhepunkt, den ich so schnell nicht vergessen werde“, sagte Felix Schrader im Anschluss.




