

Kreis Böblingen. Ende Dezember 2025 betrug die Arbeitslosenquote im Landkreis 4,3 Prozent und stieg damit um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,9 Prozent. Insgesamt waren 9715 Menschen arbeitslos gemeldet (107 Personen mehr als im November) darunter 5356 Männer und 4359 Frauen. Die Anzahl der Arbeitslosen stieg im Jahresvergleich um 855 Menschen.
Im Dezember wurden 38,6 Prozent weniger Stellenangebote gemeldet als im Vormonat und 49,6 Prozent weniger als im Dezember letzten Jahres. Der Landkreis Böblingen verzeichnet 2091 freie Stellen. Der Bestand nahm gegenüber dem Vormonat (minus 250) ab.
Gunnar Schwab, Vorsitzender der Geschäftsführung, Agentur für Arbeit Stuttgart, die für den Kreis Böblingen zuständig ist, erklärt: „Die Arbeitslosenquote im Landkreis Böblingen steigt im Dezember leicht auf 4,3 Prozent und liegt damit deutlich über dem Niveau vor zwölf Monaten. Das vergangene Jahr war von großen Herausforderungen geprägt: Die bereits länger anhaltende Konjunkturschwäche und der tiefgreifende Strukturwandel in unserer Region führen dazu, dass die Beschäftigung nicht mehr wächst und das Stellenangebot zurückgeht.“
Das Risiko, arbeitslos zu werden, mache inzwischen vor nahezu keiner Personengruppe mehr Halt. Für Arbeitslose sei es außerdem deutlich schwieriger geworden, wieder eine Beschäftigung aufzunehmen. Gut qualifizierte Arbeitskräfte hätten jedoch nach wie vor klar bessere Perspektiven.
Auf dem Ausbildungsmarkt verzeichnen wir immer noch mehr gemeldete Stellen als Bewerberinnen und Bewerber. Allerdings geht die Schere weiter zusammen: Im zweiten Jahr in Folge ist die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber gestiegen, während die Zahl der Ausbildungsstellen gesunken ist. Für junge Menschen bedeutet das aber weiterhin: Es gibt viele Chancen auf einen Ausbildungsplatz – insbesondere für diejenigen, die motiviert sind, sich frühzeitig orientieren und auch Alternativen zum Wunschberuf in den Blick nehmen. An die Betriebe appelliere ich, sich weiter wie bisher aktiv für ihren Fachkräftenachwuchs einzusetzen und auch künftig nicht an Ausbildungsplätzen zu sparen – denn Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft“, so Gunnar Schwab.



