

Kreis Böblingen. Die Arbeitslosenquote lag im Januar bei 4,6 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte höher als im Vormonat. Ein Jahr zuvor lag die Arbeitslosenquote bei 4,2 Prozent. Insgesamt waren 10 532 Menschen arbeitslos gemeldet, 817 Personen mehr als im Dezember. Im Jahresvergleich nahm die Zahl der Arbeitslosen um 967 Personen zu.
Von den insgesamt 10 532 Arbeitslosen erhielten 5069 Personen Leistungen aus der Grundsicherung (Jobcenter/Rechtskreis SGB II). Das entspricht einem Anstieg um 177 Personen gegenüber dem Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl um 295 Personen zu.
2678 Menschen sind von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Das entspricht einem Anteil von 25,4 Prozent an allen Arbeitslosen. Gegenüber dem Vormonat sind 99 Personen mehr langzeitarbeitslos (plus 3,6 Prozent), gegenüber dem Vorjahr sind es 325 (13,8 Prozent) mehr. Die Mehrheit der Langzeitarbeitslosen (2.136 Personen) wird im Rechtskreis SGB II von den Jobcentern betreut. Mehr als die Hälfte aller Arbeitslosen in der Grundsicherung ist langzeitarbeitslos.
„Die Arbeitsmarktlage bleibt auch zum Start des neuen Jahres angespannt. Die Zahl der Arbeitslosen ist über den Jahreswechsel deutlich angestiegen. Die anhaltende konjunkturelle Schwäche und die strukturellen Veränderungen in der Wirtschaft führen unter anderem auch dazu, dass auch die Langzeitarbeitslosigkeit zunimmt. Eine gute Qualifikation ist und bleibt der Schlüssel für gute Chancen am Arbeitsmarkt. Passgenaue Qualifizierungsmaßnahmen sind ein wichtiger Hebel, um langfristige Perspektiven am Arbeitsmarkt zu eröffnen“, sagt Gunnar Schwab, Vorsitzender der Geschäftsführung, Agentur für Arbeit Stuttgart, die für den Kreis Böblingen zuständig ist
Im Landkreis Böblingen waren 2138 freie Arbeitsstellen gemeldet. Der Bestand nahm gegenüber dem Vormonat um 47 Stellen zu. Im Januar wurden 683 freie Arbeitsstellen neu gemeldet. Das entspricht einem Anstieg um 64,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, jedoch einem Rückgang um 15,2 Prozent gegenüber dem Januar des Vorjahres.
Die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen zwischen 15 und unter 25 Jahren ist im Berichtsmonat gestiegen auf eine Jugendarbeitslosenquote von 3,7 Prozent (im Vormonat 3,4 Prozent). Im Januar letzten Jahres lag dieser Wert noch bei 3,0 Prozent. Insgesamt waren 805 Jugendliche arbeitslos gemeldet, 79 mehr als im Vormonat und 144 mehr als im Vorjahr




