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Standpunkt: Autokino in Böblingen

Aus der Not eine Tugend machen

Von
unserem Redakteur
Dirk Hamann

Von unserem Redakteur Dirk Hamann

Kreativität ist gefragt: Spätestens seit Mitte März hat uns die Coronakrise im Griff. Mit zahlreichen Einschränkungen in allen Lebensbereichen. Und mit negativsten Auswirkungen für die Wirtschaft. Große Konzerne sind genauso betroffen wie kleine Unternehmen. Vor allem in den Sparten, in denen seit Beginn des Lockdowns die Räder komplett still stehen, stehen Existenzen auf dem Spiel.

Um die Krise zu überstehen, ist deswegen mehr denn je, unternehmerischer Einfallsreichtum gefragt. Es braucht gute Ideen und den Mut, diese umzusetzen. So wie es Andreas Zienteck, Geschäftsführer der Böblinger Kinos, vorlebt. Vier Wochen arbeitete er daran, auf dem Flugfeld-Festplatz ein Autokino zu installieren. Über einen Zeitraum von vier Wochen kommen dort seit dem gestrigen Freitag Cineasten wieder auf ihre Kosten. Und auch Zienteck dürfte der Einsatz, wenn sein Angebot gut angenommen wird, helfen. Sollte das Autokino zum Renner werden, ist sogar möglich, dass es eine langfristige Renaissance erlebt.

Auch viele Kulturschaffende oder Gastronomen haben aus der Not eine Tugend gemacht, viel Neues ausprobiert, um zumindest im Gespräch zu bleiben. Dabei entstanden sind zahlreiche Projekte und Geschäftsmodelle, die auch in der Zeit nach Corona gerne beibehalten werden dürfen. Sehr wertvoll wäre es zum Beispiel, wenn Veranstaltungen wie Konzerte, Shows oder Musikunterrichtstunden auch später noch digital in die Wohnzimmer gesendet werden würden.

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