

Sindelfingen. „Tiny Forest“ heißt übersetzt „kleiner Wald“ – ein Waldstück von rund 100 Quadratmetern. Aber das, was dahintersteckt, ist ziemlich groß.
Im März werden Schülerinnen und Schüler des Stiftsgymnasiums mitten in Sindelfingen, in der Würbentaler Straße, einen dichten, naturnahen Miniwald pflanzen, organisiert und umgesetzt von der StiftsGrün-AG. Rund 300 bis 350 Bäume werden dort gemeinsam gesetzt und sollen nicht nur für ein besseres Stadtklima und mehr Artenvielfalt sorgen. Der Ort soll auch ein Ort zum Lernen, Beobachten und Staunen sein. Der Wald entsteht nach der Miyawaki-Methode. Das heißt, der Boden wird besonders vorbereitet, heimische Baumarten werden dicht gepflanzt und schon nach wenigen Jahren entsteht ein kleines, stabiles Ökosystem. Eine „urbane Wildnis“, die wächst, lebt und sich selbst weiterentwickelt.
Die Bürgerstiftung Sindelfingen unterstützt den Tiny Forest mit 2 000 Euro und gehört damit – neben der Stadt Sindelfingen und der Würth Stiftung – zu den Hauptförderern des Projekts. Die Idee für den Tiny Forest ist gar nicht neu. Sie entstand schon 2019 am Stiftsgymnasium im Geografieunterricht einer sechsten Klasse. Damals ging es nur um einen einzelnen Baum. Dann kam Corona und das Projekt musste pausieren.
Heute machen Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 12 in der StiftsGrün-AG daraus etwas viel Größeres. Mit Spaten, Planung, viel Engagement und dem Wunsch, wirklich etwas zu verändern, pflanzen sie einen ganzen Wald. Der Boden ist bereits vorbereitet, die Fläche gestaltet, die nächsten Schritte geplant. Im digitalen Logbuch der AG kann man mitverfolgen, wie aus einer Idee ein echter Wald wird.
Man kann auch Teil des Waldes werden. Mit einer Patenschaft kann man als Privatperson, Familie oder Gruppe einen Quadratmeter Tiny Forest für 100 Euro übernehmen. Insgesamt stehen 100 Quadratmeter zur Verfügung. Auch Gemeinschaftspatenschaften oder ein größeres Engagement als Hauptsponsor sind möglich. Bei Interesse Mail an: stifts.gruen@stiftsgymnasium.de



