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TV-Tipp

SchaffBar Böblingen: Gemeinsam werkeln, teilen und kreativ sein

Vorstandsmitglied Timo Nitz gibt im Stadtgespräch Einblicke in das Konzept der offenen Werkstatt.
Timo Nitz (rechts) gehört zum Vorstandsteam der SchaffBar Böblingen. Dort findet jeder neben Experten auch Geräte für handwerkliche Projekte. Im Stadtgespräch Böblingen mit Hans-Jörg Zürn (Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung/links) stellt er diese Einrichtung vor.

Timo Nitz (rechts) gehört zum Vorstandsteam der SchaffBar Böblingen. Dort findet jeder neben Experten auch Geräte für handwerkliche Projekte. Im Stadtgespräch Böblingen mit Hans-Jörg Zürn (Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung/links) stellt er diese Einrichtung vor.

Bild: Regio TV

Böblingen. Wer fachkundigen Rat braucht bei einem handwerklichen Projekt oder die richtigen Maschinen, der ist in der SchaffBar Böblingen richtig. Vorstandsmitglied Timo Nitz stellt diese offene Werkstatt im Stadtgespräch Böblingen bei Regio TV vor.

Was ist die Idee Ihrer Einrichtung?

Timo Nitz: „Wir sind eine Offene Werkstatt. Sie bietet Raum für Maschinen, Werkzeug und Wissen, das geteilt werden soll. Hier kommen Menschen zusammen, tauschen sich aus, vernetzen sich und sprechen über ihre Projekte. Von Holz über Metall, Elektro, Textil, Fahrrad und den Kreativbereich bieten wir alles. Die Grundidee ist es, eigene Projekte umzusetzen, Reparaturen stehen nicht im Fokus.“

Was sind Beispiele für solche Projekte?

Timo Nitz: „Nehmen wir einmal den 3-D-Druckbereich. Hier entstehen Ersatzteile für Spielzeug, ein Türgriff oder Ersatzteile für Autos, die es nicht mehr zu kaufen gibt. Dabei kann jeder auch die Bedienung und das Programmieren lernen. Im Textilbereich haben Menschen schon neue Kleidung genäht oder eine Laptop-Tasche aus altem Material. Nachhaltigkeit liegt uns am Herzen. Deshalb bieten wir die Möglichkeit, Werkzeug zu teilen. Wie sinnvoll das sein kann, zeigt ein Blick beispielsweise auf die durchschnittliche Nutzungsdauer einer Bohrmaschine. Von der Anschaffung bis zu ihrer Entsorgung läuft sie im Schnitt elf Minuten. Das ergibt einen riesigen ökologischen Fußabdruck. Das Beispiel lässt sich auf vieles übertragen und ist für uns Grund genug für eine offene Werkstatt.“

Wie kam es zu dieser Idee?

Timo Nitz: „Maßgeblich initiiert wurde sie von Martin Langlinderer, der schon vor über zehn Jahren eine offene Werkstatt in Stuttgart-Feuerbach aufgebaut hat. Zusammen mit der Böblinger Stadträtin Dorothea Bauer plante er, so etwas auch in Böblingen einzurichten. Ich war von dieser Idee begeistert. In der Herrschaftsgartenstraße haben wir dann die passenden Räume gefunden – auch dank eines weitsichtigen Gebäudemanagements der Stadt. Das suchte eine Möglichkeit für die Theaterwerkstatt der Kunstschule. Mit ihr haben wir uns dann zusammengeschlossen. Mittlerweile sind wir ein gemeinnütziger Verein mit rund 90 Mitgliedern. In der SchaffBar kann aber jeder mitmachen, auch ohne eine Mitgliedschaft.“

Das ganze Stadtgespräch Böblingen mit Timo Nitz ist Montagabend ab 18 Uhr bei Regio TV zu sehen und im Netz auf Youtube.