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Jury wählt Projektvorschlag aus 677 Bewerbern

Böblingen: 17.000 Euro für die Musik- und Kunstschule

Große Freude bei der Musik- und Kunstschule Böblingen: Sie befindet sich unter den ausgewählten Kultureinrichtungen, die eine Förderung aus dem Programm Kultur-Gemeinschaften erhalten haben.
Von unserem Mitarbeiter Peter Maier
Unser Bild zeigt Böblingens OB Dr. Stefan Belz, Peter Conzelmann (Leiter Amt für Kultur) und Rainer Kropf (Leiter Musik- und Kunstschule). Rainer Kropf hält einen kleinen Bildmischer in der Hand, der nun durch einen größeren ersetzt werden kann.           Bild: z

Unser Bild zeigt Böblingens OB Dr. Stefan Belz, Peter Conzelmann (Leiter Amt für Kultur) und Rainer Kropf (Leiter Musik- und Kunstschule). Rainer Kropf hält einen kleinen Bildmischer in der Hand, der nun durch einen größeren ersetzt werden kann. Bild: z

Eine Jury hat den Projektvorschlag #musikschulebbonair aus 677 eingereichten Bewerbern für eine Förderung in Höhe von 17.000 Euro ausgewählt. Dieses gemeinsame Programm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder fördert die digitale Content-Produktion in Kultureinrichtungen. Dafür unterstützt es bei der Anschaffung von Equipment.

Mit den Fördermitteln soll der große Saal der Musik- und Kunstschule mit entsprechender Technik für Live-Streaming, für die digitale Produktion von Inhalten und für digitale Aufnahmen ausgestattet werden. Über die Anschaffung von Kameras, Mikrofonen und Computertechnik entwickelt das Projekt #musikschulebbonair folgende Formate weiter:

  1. Produktion von Podcasts oder Videoformaten

  2. Live-Streaming von Vorspielen und Veranstaltungen

  3. Hybride Probenarbeit für Ensembles und Bands

  4. Aufnahmemöglichkeiten für Ensembles und Bands

„Dank dieser Fördermittel können wir den Weg unserer Digitalisierungsstrategie, auf den wir uns im Jahr 2018 begeben haben, konsequent fortsetzen. Ich bin davon überzeugt, dass hybride Formate auch in Zukunft unsere Bildungseinrichtung stärken“, so der Leiter der Musik- und Kunstschule Böblingen, Rainer Kropf.

Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz bekräftigt: „Unsere Musik- und Kunstschule hat während der Corona-Pandemie eindrucksvoll gezeigt, wie Bildungsarbeit mit digitaler Unterstützung kontinuierlich und erfolgreich funktionieren kann. Jetzt freue ich mich sehr, dass das Team mit der Förderung des Bundes weitere innovative Ideen umsetzen kann. Zumal dies sehr gut mit der städtischen Digitalstrategie einhergeht, die wir gerade aufsetzen.“

Hintergrund:

Die Musik- und Kunstschule Böblingen hat in den Jahren 2018/2019 mit einem Digitalisierungsprojekt eine Strategie entwickelt, um digitale Helfer in den Unterrichtsbetrieb mit einzubinden und die Bildungseinrichtung zeitgemäß weiterzuentwickeln. Die Anschaffung von iPads für Lehrkräfte, die Installation eines Mobile Device Managements und die Entwicklung einer eigenen „MKS App“ waren die wichtigsten Bausteine in diesem Projekt.

Im Frühjahr 2020 konnte so der Unterricht trotz Corona im Grunde nahtlos weitergeführt werden. Neben der Fortführung der Angebote geht es in der langfristigen digital-strategischen Ausrichtung der Schule auch darum, Kulturvermittlung von regelmäßigen Präsenzveranstaltungen mit digitalen Medien zu verbessern.

Langfristige Zielsetzung ist es, Partizipation und Zugänglichkeit der öffentlichen Veranstaltungen der Musikschule zu sichern. Dies gilt nicht nur kurzfristig in Zeiten von Einschränkungen aufgrund der Pandemie, sondern soll auch langfristig die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen verbessern. Der bestehende YouTube-Kanal ist hier ein nachhaltiges Online-Format, um digitale Kulturvermittlung zu erweitern und neuen Gruppen zugänglich zu machen.

Das Programm „Neustart-Kultur“ zielt auf einen Neustart des kulturellen Lebens in Deutschland in Zeiten von Corona und danach, indem Kultureinrichtungen und -akteure zur Wiedereröffnung ihrer Häuser, Programme und Aktivitäten ertüchtigt werden. Dadurch soll neben der dringend notwendigen Wiedergewinnung eines vielfältigen Kulturangebots gleichzeitig eine Beschäftigungs- und Erwerbsperspektive für Kulturschaffende entstehen.

Der Programmteil „Kultur-Gemeinschaften“ dient dabei dazu, anlässlich der Ausbreitung der COVID- 19-Pandemie zukunftsgerichtete Investitionen zur Stärkung der Attraktivität der Kultureinrichtungen bei den Themenfeldern „Bildung und Vermittlung“ und „digitale Teilhabe“ sowie die audiovisuelle Content-Produktion für diese Aufgaben mit Blick auf digitale Transformation und Online-Präsenz in allen Sparten der Kultur zu ermöglichen.

Siehe auch www.kulturgemeinschaften.de im Netz.