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Böblingen: Deutsch-französische Freundschaft: Ausstellung im Rathaus

Im Neuen Rathaus in Böblingen ist eine Wanderausstellung zur deutsch-französischen Freundschaft zu sehen. Sie erinnert an den Élysée-Vertrag von 1963 und spannt zugleich den Bogen zur Städtepartnerschaft zwischen Böblingen und Pontoise.
Auf 20 Tafeln wird die Beziehung zwischen Adenauer und de Gaulle von 1958 bis zum Abschluss des Élysée-Vertrags gezeigt.

Auf 20 Tafeln wird die Beziehung zwischen Adenauer und de Gaulle von 1958 bis zum Abschluss des Élysée-Vertrags gezeigt.

Bild: Stadt Böblingen

Böblingen. Mit einer Ausstellung zur deutsch-französischen Freundschaft setzt Böblingen ein Zeichen für europäische Verständigung und städtische Partnerschaftspflege. Die Wanderausstellung „Adenauer – de Gaulle: Wegbereiter deutsch-französischer Freundschaft“ ist ab sofort zu sehen.

Im Mittelpunkt steht die historische Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich, die mit dem Élysée-Vertrag vom 22. Januar 1963 besiegelt wurde. Konrad Adenauer und Charles de Gaulle schufen damit nach den Konflikten der vorangegangenen Jahrhunderte die Grundlage für eine enge politische Partnerschaft. Diese gilt bis heute als ein wesentlicher Baustein der europäischen Integration. In Böblingen verweist die Stadt in diesem Zusammenhang auch auf die Partnerschaft mit Pontoise als Beispiel für den Austausch zwischen beiden Ländern.

Als Leihgabe in Böblingen

Die Ausstellung zeichnet auf 20 Tafeln die Beziehung zwischen Adenauer und de Gaulle von 1958 bis zum Abschluss des Élysée-Vertrags nach. Dabei reicht der historische Bogen von den Lebensläufen beider Staatsmänner über ihre erste Begegnung in Colombey-les-deux-Églises bis zu den Folgen des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags. So spannt die Schau auch den Bogen von der Zeit Otto von Bismarcks bis in die Gegenwart.

Konzipiert wurde die Ausstellung von der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus in Zusammenarbeit mit der Fondation Charles de Gaulle. Nun kommt sie als Leihgabe nach Böblingen, nachdem sie vor wenigen Wochen in Leonberg zu sehen war.

Auch für jüngere Besucher

Die Präsentation richtet sich an ein breites Publikum und soll ausdrücklich auch jüngere Besucher ansprechen. Die Tafeln sind zweisprachig gestaltet und können damit auch zur Förderung der Sprachkompetenz genutzt werden. Für Schulen und Jugendliche stellt die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus zusätzlich pädagogisches Begleitmaterial zur Verfügung. Zudem knüpft die Ausstellung laut Ankündigung an aktuelle Debatten über die Zukunft des deutsch-französischen Verhältnisses und die Rolle beider Staaten in Europa an.

Für Böblingen hat die Schau noch eine weitere Funktion: Sie markiert den Auftakt zu den diesjährigen Veranstaltungen anlässlich des 70. Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Böblingen und Pontoise. Die historische Rückschau wird damit zugleich zum symbolischen Start in ein Jubiläumsjahr mit aktuellem lokalem Bezug.

Info

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 20. Juli im Foyer des Neuen Rathauses zu den regulären Öffnungszeiten. Der Eintritt ist frei. Schulklassen und Gruppen, die einen Termin außerhalb der Öffnungszeiten benötigen, können sich an die Partnerstadtbeauftragte Anette Fischer wenden: a.fischer@boeblingen.de