

Die Teilnehmer der Fortbildung sollen dann ihr Wissen als Multiplikatoren in ihre Feuerwehren weitertragen. Das Seminar rundet die letztjährige Waldbrandübung „Heißer Süden“ im Schönbuch ab und ist auch ein Dankeschön des Landkreises an die vielen Übungsteilnehmer. Durchgeführt wird die Veranstaltung von der gemeinnützigen Hilfsorganisation @fire Internationaler Katastrophenschutz Deutschland, die weltweit schnelle Nothilfe nach verheerenden Naturkatastrophen leistet.
Ein Schwerpunkt sind Waldbrände. Die ehrenamtlichen Helfer von @fire sind in der Waldbrandbekämpfung speziell ausgebildet. Bei den insgesamt 200 Mitgliedern handelt es sich vornehmlich Mitarbeiter von Berufsfeuerwehren, freiwilligen Feuerwehren und Rettungsdiensten.
Aufgrund der Mischkultur der Wälder im Landkreis Böblingen ist die Wahrscheinlichkeit eines großen Waldbrandes nicht sehr hoch. Jedoch ist es für die Feuerwehren in unserem Landkreis wichtig, das richtige Vorgehen zu schulen und zu üben, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Weder in der Grundausbildung zum Feuerwehrmann oder zur Feuerwehrfrau, noch in weiterführenden Lehrgängen ist die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung Lehrinhalt.
Ein Schwerpunkt des Seminars ist die richtige Einsatztaktik bei derartigen Bränden zu schulen und die Unterschiede zu normalen Brandeinsätzen aufzuzeigen. In der Veranstaltung wird auch aufgezeigt, dass die Sicherheit der Mannschaft und der Einsatzfahrzeuge eine hohe Priorität genießt, wie in unwegsamen Geländen vorgegangen wird und auch mit vergleichsweise einfachen Gerätschaften, wie beispielsweise eine Feuerpatsche, sinnvoll und effektiv zur Brandbekämpfung eingesetzt werden kann.
Für die Teilnehmer ist es wichtig, die Szenarien auch unter echten Bedingungen und Anleitung von Fachpersonal realitätsnah zu üben. Teil des Seminars ist daher eine praktische Übung, in der ab etwa 13 Uhr auf einem abgeernteten Getreidefeld ein circa 200 Quadratmeter großes Echtfeuer angezündet wird.
Dabei kann es zu einer nicht unerheblichen Rauchentwicklung kommen. Die Stabsstelle für Bevölkerungsschutz und Feuerwehrwesen bittet deshalb die Bevölkerung um ihr Verständnis für etwaige Unannehmlichkeiten, die mit der Durchführung der Übung entstehen. Die Übung kommt im Ernstfall der Sicherheit der gesamten Landkreisbevölkerung zugute.




