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Der Topfgucker

Das Rezept: Überbackener Chicorée

Die leicht bitteren Sprossen sind eine Delikatesse – nicht nur als Rohkost
Von Hansjörg Jung
Es muss nicht immer Spargel sein: Auch Chicorée ist angenehm bitter.   Bild: Jung

Es muss nicht immer Spargel sein: Auch Chicorée ist angenehm bitter. Bild: Jung

Chicorée nur als Rohkost zu essen, damit wird man ihm, finde ich, nicht gerecht. Ihn zu überbacken, gibt es viele Varianten – mal mit, mal ohne Soße. Ich empfehle heute eine Bechamel, die ich übrigens mit Milch zubereite – es muss nicht immer Sahne sein.

Und so geht

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Den Chicorée waschen, abtupfen, gegebenenfalls verfärbte Blattspitzen abzupfen. Die Sprossen der Länge nach halbieren und die Schnittflächen leicht salzen. Den Chicorée in heißem Öl an den Schnittflächen anbraten. Aus der Pfanne nehmen und mit einer Schinkenscheibe umwickeln. Zur Seite stellen.

In einem Topf die Butter erhitzen. Das Mehl mit dem Schneebesen einrühren und auf kleiner Flamme die Mehlmasse schmoren lassen bis die Butter schaumig austritt. Immer wieder rühren. So schmeckt die Soße am Ende nicht mehlig. Mit einem Schuss Weißwein ablöschen und gut verrühren.

Die Flamme wieder hochstellen. Nach und nach die Milch einrühren. Immer gut rühren, damit sich keine Klümpchen bilden und die Soße schön cremig wird. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

In einer passenden Auflaufform zunächst etwas Soße verteilen und die Chicorée-Sprossen darauf setzen. Nach Belieben geriebenen Käse darüberstreuen und anschließend den Rest der Soße in der Form verteilen und das Ganze bei 200 Grad auf der mittleren Schiene goldbraun überbacken.

Dazu passen Pellkartoffeln, Salzkartoffeln oder auch Kartoffelpüree.