

Sindelfingen. Nächste Woche soll der Gemeinderat Einsparungen beim Personal und die Erhöhung zahlreicher Gebühren sowie Grund- und Gewerbesteuersätze beschließen. hier die Statements der Fraktionen. Hier geht es zum Artikel "Sindelfingen präsentiert die erste Streichliste".
Maike Stahl Bild: z
Weil die Fraktion aber an das Licht am Ende des Tunnels glaube, sei bei der Prämisse „streichen, strecken, schieben“ das Schieben und Strecken besonders wichtig. Ausdrücklich dankt sie der Stadtverwaltung für die rasche Umsetzung des intensiven Themas.
Ulrich Hensinger Bild: z
Dabei hätten die Grünen Sparprinzipien definiert: Das Sparen oder die Sparmaßnahmen müssten sozial gerecht sein. Zweitens: „Alle müssen Einsparungen erbringen. Das ist die Bürgerschaft, das ist die Stadtverwaltung, das ist der Oberbürgermeister und aber auch wir im Gemeinderat“, so Uli Hensinger. Drittens sollen keine Strukturen zerstört werden. Viertens sollen Ausgaben, die langfristig Kosten sparen, zum Beispiel Investitionen in Gebäude, um Heizkosten zu sparen, getätigt werden.
Dr. Dorothee Kadauke Bild: z
Auch für sie steht die größte Aufgabe noch bevor, „nämlich wenn wir letztendlich Leistungen kürzen, Standards verändern und Menschen etwas wegnehmen müssen. Das ist eine sehr verantwortungsvolle Arbeit.“ Von der Presse wünscht sie sich eine angemessene Begleitung, „denn letztendlich kommen die ganzen Maßnahmen durch sie an die Bürger“.
Axel Finkelnburg Bild: z
Ein Beispiel, bei dem die SPD in der Verwaltung eine Umkehr sehe, seien die Kosten im Personalbereich. „Aber Sparen darf nicht zur Zerstörung unserer sozialen Infrastruktur führen. Auch in Zeiten, in denen die Kassen knapp geworden sind, müsse man Prioritäten setzen: Die Themen Soziales, Kitas, Schulen und Kultur bilden das Fundament und den Kitt unserer Gesellschaft.“
Andreas Knapp Bild: z
Als wohltuend empfinde er die konstruktive Konsolidierungsdiskussion, die zu Ergebnissen führe: „Sie können sich vorstellen, dass es mir nicht leichtfällt, der Grundsteuererhöhung zuzustimmen. Ich mache das aber, weil das einfach notwendig ist und die Verwaltung gute Argumente hat.“ Trotzdem werde es an der einen oder anderen Stelle Diskussionen geben. So kündigt er an, dass „die FDP zum Beispiel bei Sondernutzungsgebühren für Außengastronomie ein bisschen zurückhaltend ist, weil es da nur um einen vergleichsweise kleinen Betrag geht“. Auf der anderen Seite glaubt er beispielsweise nicht, dass die im Sportausschuss vorgeschlagenen Nutzungsgebühren für Sportstätten ausreichen.
Winfried Meffert Bild: z
Gerade bei dem Gewerbesteuerhebesatz käme Sindelfingen in Bereiche hinein, die im Vergleich zu umliegenden Kommunen eher zu den teureren Kommunen gehören. Zweiter Punkt sei eine konsequente Durchsicht der Liegenschaften. Am Beispiel der Klosterseehalle sagt er: „Brauchen wir diese Liegenschaften, können wir sie reduzieren oder gar in der Konsequenz abreißen?“ Ein weiterer Aspekt, der der Fraktion wichtig sei, seien Sozialleistungen. „Auch da sehe ich Reduzierungspotenzial: Bei vielen Sozialleistungen ist oftmals der Landkreis zuständig. Da der aber mitunter seine Leistungen nicht ausreichend zufriedenstellend erbringt, haben wir hier Strukturen aufgebaut.“
Richard Pitterle Bild: z
Drittens: „Wir haben es mit einer außergewöhnlichen Lage zu tun.“ Der neu gewählte Oberbürgermeister sehe sich unmittelbar mit einem massiven Haushaltsloch konfrontiert. „Deshalb haben wir auch Maßnahmen mitgetragen, die für uns unter normalen Umständen nicht zustimmungsfähig gewesen wären.“ Aber es gebe eine klare rote Linie: „Wir stehen für Gebührenfreiheit in den Kitas, weil frühkindliche Bildung keine Frage des Geldbeutels sein darf. Eine Erhöhung können wir daher nicht mittragen, genauso wenig, wie wir Schulgebühren akzeptieren würden.“




