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Kreis Böblingen

Dicker Brocken bei der Putzete: Ein Motorrad in der Schwippe

Dritte landkreisweite Frühjahrsputzete mit rund 5000 Teilnehmern. 23 Kommunen im Landkreis Böblingen räumen Wilden Müll weg.
Von Peter Maier

Kreis Böblingen. Vom 13. bis 21. März fand im Landkreis Böblingen die dritte gemeinsame Frühjahrsputzete statt, bei der zahlreiche Bürger aller Altersgruppen gemeinsam Wilden Müll einsammelten.

Die Aktionswoche stand auch in diesem Jahr unter dem Motto „Wilder Müll kann nix. Wir können mehr.“ Sie wurde erneut vom Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen (AWB) koordiniert und gemeinsam mit den Städten und Gemeinden umgesetzt. Neben Schulen, Kindergärten, Firmen und Initiativen haben sich auch viele private Gruppen und Einzelpersonen beim Säubern von Wegen und Natur engagiert.

Steigende Beteiligung

Erfreulicherweise ist die Beteiligung an den Sammelaktionen nochmals gestiegen. An den verschiedenen Putzaktionen im Landkreis nahmen rund 5000 Personen teil, rund tausend mehr als im Jahr 2024. Auch bei den angemeldeten Gruppen zeigt sich ein deutlicher Zuwachs von 51 auf 72. Insgesamt haben 23 der 26 Kommunen wieder öffentliche Aufräumaktionen organisiert.

„Die Jahr für Jahr steigende Beteiligung zeigt eindrucksvoll, wie groß das Engagement im Landkreis für eine müllfreie Natur und ein sauberes Ortsbild ist. Immer mehr Menschen bringen sich aktiv ein – das ist ein starkes Signal für Gemeinschaftssinn und Verantwortungsbewusstsein“, betont Martin Wuttke, Erster Werkleiter des AWB.

Problem: Zigarettenkippen

Zu den kuriosesten Funden in diesem Jahr gehörte ein Motorrad, das aus dem Flussbett der Schwippe geborgen wurde. Besonders im Fokus standen in diesem Jahr die achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen. Obwohl kleinteilig, sind sie mit das größte Ärgernis im öffentlichen Raum und stellen aufgrund ihrer Inhaltsstoffe eine erhebliche Belastung für Umwelt und Gewässer dar.

„Wir wollten in diesem Jahr den Anstoß geben, Zigarettenkippen separat zu sammeln und damit veranschaulichen, wie erschreckend viele Kippen da zusammenkommen“, erklärte Wolfgang Hörmann, zuständiger Werkleiter beim AWB.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb dankt insbesondere den Städten und Gemeinden für die gelungene Kooperation sowie allen Beteiligten für ihr tatkräftiges Engagement. Die Frühjahrsputzete leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Sauberkeit im öffentlichen Raum, sondern soll auch an die gemeinsame Verantwortung für Umwelt- und Naturschutz appellieren. Nach der Putzete ist vor der Putzete – auch 2027 wird es wieder eine konzertierte Aktionswoche geben.