

Böblingen. Einbrecher nutzen im Winter die früh einsetzende Dunkelheit, um möglichst unbemerkt in Häuser und Wohnungen einzusteigen. Im Sommer bieten sich ihnen dagegen andere Gelegenheiten: offenstehende Fenster und Türen oder leerstehende Wohnungen und Häuser, weil die Bewohner im Urlaub sind.
Seit Beginn der Sommerferien registrierte die Polizei in Böblingen bis zum 28. August allerdings „lediglich zwei versuchte Wohnungseinbrüche“, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Ludwigsburg auf Anfrage mitteilt. Der erste Fall ereignete sich zwischen dem 5. und 11. August in der Königsberger Straße. Dabei wurde die Tür beziehungsweise der Schließzylinder beschädigt. Hinweise darauf, dass der Täter in die Wohnung gelangte, gibt es laut der Sprecherin nicht. Auch sei nichts gestohlen worden.
Am 27. August kam es vormittags zu einem weiteren Einbruchsversuch, diesmal in der Werderstraße. Dort bemerkten Nachbarn verdächtige Personen und sprachen sie an. Die Personen gelangten nicht in das Wohnhaus, die Polizei stellte aber einen Einbruchsversuch fest. Auch in diesem Fall ist laut der Sprecherin nichts gestohlen worden.
Die Sprecherin weist darauf hin, dass die Polizei individuelle Beratungen dazu anbietet, wie der Wohnraum gesichert werden kann, um Einbrüche zu verhindern. Die Beratungen übernehmen Mitarbeitende des Referats Prävention des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. Das Angebot ist kostenlos und unverbindlich.
Für die persönliche Beratung braucht es eine vorherige Terminvereinbarung. Interessierte aus dem Landkreis Böblingen können sich unter 07031 13-2618 melden.
Wer verreist, sollte sein Zuhause nicht offensichtlich leer wirken lassen.
- Anwesenheit vortäuschen: Lassen Sie Rollläden möglichst regelmäßig öffnen und schließen – etwa durch Nachbarn oder Freunde. Elektrische Rollläden können häufig per Zeitschaltung gesteuert werden. Gibt es diese Möglichkeit nicht, sollten die Rollläden besser geöffnet bleiben.
- Briefkasten leeren lassen: Bitten Sie Nachbarn oder Bekannte, regelmäßig die Post herauszunehmen. Abonnements können für die Urlaubszeit pausiert werden. Ein überquellender Briefkasten ist ein deutliches Zeichen für längere Abwesenheit.
- Licht gezielt einsetzen: Zeitschaltuhren können Lampen zu unterschiedlichen Zeiten ein- und ausschalten und so den Eindruck erwecken, dass jemand zu Hause ist.
- Nachbarschaft einbeziehen: Informieren Sie vertrauenswürdige Nachbarn über Ihre Reise und bitten Sie sie, ein Auge auf Haus oder Wohnung zu haben. Bei verdächtigen Beobachtungen sollte die Polizei unter 110 verständigt werden.
- Urlaubspläne nicht öffentlich machen: Teilen Sie in sozialen Netzwerken nicht jedem mit, dass Sie verreist sind oder Ihr Zuhause über längere Zeit leer steht. Einbrecher können öffentlich zugängliche Beiträge nutzen, um leer stehende Häuser und Wohnungen ausfindig zu machen. Geben Sie auf dem Anrufbeantworter keine Hinweise darauf, dass Sie verreisen.
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Quelle: Polizei Baden-Württemberg/Polizeipräsidium Ludwigsburg




