

Gechingen. Mit einem besonderen Höhepunkt startet das Dienstagsforum Gechingen in das Jahr 2026. Seit vielen Jahren lädt die Evangelische Kirchengemeinde Gechingen zu Abenden ein, an denen aktuelle gesellschaftliche, politische und persönliche Fragestellungen aus christlicher Perspektive aufgegriffen werden. Ziel ist es, zu zeigen, dass christlicher Glaube nicht abgehoben ist, sondern mitten im Leben steht und Orientierung für die Herausforderungen unserer Zeit geben kann. Nach einem Impulsvortrag ist Raum für Diskussion, Fragen, Zustimmung und auch Widerspruch. Der offene Austausch ist ausdrücklich erwünscht – ganz im Sinne des Lebensmottos von Albert Einstein: „Ein Abend, an dem alle gleicher Meinung sind, ist ein verlorener Abend.“ Im Anschluss besteht bei einem kleinen Imbiss die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch.
Der erste Vortrag im neuen Jahr findet am Dienstag, 27. Januar, im Evangelischen Gemeindehaus Gechingen statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Als Referent konnte Helmut Gottschalk aus Monakam bei Bad Liebenzell gewonnen werden. Er hat eine hochinteressante Lebensgeschichte und Laufbahn im deutschen Bankwesen. Nach Banklehre und Studium wurde er bereits mit 31 Jahren in den Vorstand einer genossenschaftlichen Bank berufen und prägte deren Entwicklung über 35 Jahre hinweg. Zehn Jahre lang leitete er den Aufsichtsrat der DZ Bank, später übernahm er in einer wirtschaftlich schwierigen Phase den Vorsitz des Aufsichtsrats der Commerzbank. Für sein Engagement im Genossenschaftswesen wurde er mit der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.
Unter diesem Titel wird Helmut Gottschalk aus eigener Erfahrung berichten, wie Werte, Verantwortung und christliche Überzeugungen gerade in anspruchsvollen Führungspositionen Orientierung geben können. Dabei geht es um konkrete Entscheidungen im Spannungsfeld von wirtschaftlichem Druck, persönlichem Gewissen und gesellschaftlicher Verantwortung. Neben seiner beruflichen Laufbahn ist Gottschalk seit acht Jahren als Prädikant der Evangelischen Kirche tätig. Er hält Predigten und engagiert sich ehrenamtlich in verschiedenen kirchlichen und kommunalen Gremien.
Auch die weiteren Termine des Dienstagsforums versprechen spannende Abende. Am 28. April spricht der Theologe, Autor und Podcaster Martin Benz zum Thema „Versöhnt leben oder ewig streiten?“. Am 13. Oktober ist Matthias Bonhoeffer, Pfarrer und Großneffe von Dietrich Bonhoeffer, zu Gast. Sein Thema soll eine Brücke zwischen Bonhoeffers Weg und den Herausforderungen unserer Zeit schlagen.
Der Eintritt zu allen Abenden ist frei, Spenden sind willkommen.




