

Mit dem Sindelfinger Entwicklungsbüro will HBPO Daimler und Porsche betreuen. Als sogenannte Residenz-Ingenieure waren Mitarbeiter des Unternehmens bereits seit sechs Jahren im Sindelfinger Mercedes-Benz Werk beschäftigt.
„Aber wenn wir Leute gesucht haben, war das immer unpraktisch. Da ist es besser, eine eigene Adresse zu haben“, sagt Michael Breisacher (Bild: Reichert), der das vierköpfige Sindelfinger HBPO-Büro leitet. Und er sucht Mitarbeiter.
In den nächsten zwei bis drei Jahren soll das Büro auf 10 Köpfe anwachsen. Grundsätzlich, sagt Breisacher, biete das Unternehmen unbefristete Arbeitsverträge an.
Ein so großes Büro sei mit Residenz-Ingenieuren nicht mehr zu machen, sagt Ralf Schmidt, Entwicklungschef bei HBPO. Außerdem sei für eine optimale Betreuung die Distanz zwischen Lippstadt in Westfalen und Sindelfingen (500 Kilometer) zu groß, zumal sich der Entwicklungsaufwand in den letzten vier Jahren verdoppelt habe.
Bei den Mercedes kommen bisher die Frontendmodule der A-, B- und der C-Klasse von HBPO. Produziert werden diese derzeit in Rastatt. Für die Oberklassen-Modelle, die im Werk Sindelfingen gebaut werden, errichtet HBPO derzeit ein Produktionswerk in Vaihingen/Enz. Dort sollen von Ende 2019 an Frontendmodule für Porsche (bisher für Macan und Panamera) und von 2020 an für Daimler hergestellt werden. Der Zulieferer will dort bis zu 150 Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb beschäftigen.
Die Zeiten, in denen das Frontteil eines Autos vor allem aus dem Kühlergrill bestand, sind schon lange vorbei. Das heutige Frontendteil wird mit etwa 20 Kontakten (Befestigungen und Leitungen) mit dem Rest des Fahrzeugs verbunden. Bild: z




