

Großveranstaltungen bringen zwangsläufig Herausforderungen mit sich. Das WET Open Air bildet da keine Ausnahme. Im vergangenen Jahr gab es Diskussionen über Wildpinkler, Müll und das Verhalten einzelner Besucher im Umfeld des Festivalgeländes. Man kann Kritik ignorieren. Man kann sie kleinreden. Oder man kann sich fragen, was sich verbessern lässt.
Der Veranstalter hat sich offenbar für Letzteres entschieden. Mehr Toiletten, zusätzliche Security-Streifen, eine optimierte Infrastruktur und weitere organisatorische Anpassungen zeigen, dass die Rückmeldungen aus dem vergangenen Jahr nicht einfach abgehakt wurden. Das ist ein gutes Zeichen.
Natürlich gibt es keine Garantie, dass damit alle Probleme verschwinden. Wo 19 000 Menschen zusammenkommen, wird es immer Herausforderungen geben. Entscheidend ist deshalb nicht, ob am Ende alles perfekt läuft. Entscheidend ist, dass ein Veranstalter Verantwortung übernimmt und bereit ist, aus Erfahrungen zu lernen.
Ob die Maßnahmen tatsächlich den gewünschten Erfolg bringen, wird sich erst nach dem Festival zeigen. Dass Permanent Entertainment die Kritik ernst nimmt und sichtbar reagiert, verdient jedoch Anerkennung.



