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Lärmbelastung

Lärmaktionsplan: Böblingen stellt Entwurf vor

Die Stadt informiert am 18. März über den aktuellen Stand der Planung.
Von Isabell Gospodarczyk
Die Lärmkarte zeigt, wie stark die Lärmbelastung in Böblingen ist.

Die Lärmkarte zeigt, wie stark die Lärmbelastung in Böblingen ist.

Bild: Stadt Böblingen

Böblingen. Wie stark ist der Verkehrslärm in Böblingen, welche Straßen sind besonders betroffen und welche Maßnahmen können ergriffen werden, um den Lärm zu reduzieren? Die Stadt Böblingen informiert die Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand des Lärmaktionsplans. Die Infoveranstaltung findet am Mittwoch, 18. März, um 18 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses am Marktplatz 16 statt.

Der Gemeinderat hatte 2023 darüber beraten, den Lärmaktionsplan weiterzuentwickeln und die Verwaltung beauftragt, einen zusätzlichen Planfall zu erstellen. Dieser ist inzwischen ausgearbeitet worden. Für diesen Planfall wurden große Infrastrukturmaßnahmen berücksichtigt wie der Bau der Querspange – der Umgehungsstraße entlang der A81, die der Verkehr künftig als Umfahrung nutzen soll, um die Innenstadt zu entlasten. Die Ergebnisse und der Entwurf des Lärmaktionsplans der vierten Runde werden nun vorgestellt.

Ziel der Veranstaltung ist es, über den aktuellen Planungsstand zu informieren, Fragen zu beantworten und Hinweise aus der Bürgerschaft aufzunehmen. Die Rückmeldungen sollen in die weitere Beratung im Ausschuss für Umwelt, Technik und Straßenverkehr am Mittwoch, 22. April und in die Beschlussfassung des Gemeinderats am Mittwoch, 6. Mai einfließen.

Lärmaktionspläne

Die Lärmaktionsplanung erfolgt auf Grundlage der EU-Umgebungslärmrichtlinie, des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und des Kooperationserlasses des Landes Baden‑Württemberg. Die EU-Umgebungslärmrichtlinie verpflichtet mehr als 700 Kommunen im Land dazu, einen eigenen Lärmaktionsplan aufzustellen. Solch ein Plan dient dazu, den Umgebungslärm zu mindern, um die Situation vor Ort zu verbessern. Häufig beschließen Kommunen, die Geschwindigkeit auf Tempo 30 zu reduzieren oder lärmmindernden Straßenbelag einzubauen.

Lärmaktionspläne basieren auf Lärmberechnungen, der sogenannten Umgebungslärmkartierung. Darin wird ermittelt, wie stark der Lärm entlang von Hauptverkehrsstraßen und Eisenbahnstrecken sowie an Großflughäfen und in Ballungsräumen ist.