

Maichingen. Nach Intervention der Stadt Sindelfingen hat die Deutsche Bahn erstmals einen verbindlichen Zeitplan für die Wiederherstellung der eingestürzten Lärmschutzwand in Maichingen vorgelegt. Demnach soll eine Interimslösung ab Frühjahr 2026 umgesetzt werden, der endgültige Neubau ist für Mai 2027 vorgesehen. Damit liegt erstmals seit dem Einsturz ein konkreter Fahrplan für die Wiederherstellung vor.
Am 16. November 2023 war im Bereich Buckenhaldeweg eine bahneigene Gabionen-Lärmschutzwand eingestürzt (die SZ/BZ hat berichtet). Seitdem sind die Anwohner erhöhten Lärmbelastungen durch den Bahnverkehr ausgesetzt.
Die Zuständigkeit für Wiederherstellung und Neubau liegt bei der Deutschen Bahn. Die Stadt Sindelfingen hat sich seither wiederholt mit Nachdruck für eine Lösung eingesetzt und auf die Dringlichkeit hingewiesen.
Nachdem mehrere Kontaktaufnahmen und Schreiben zunächst ohne konkrete Terminangaben geblieben waren, wandte sich Oberbürgermeister Markus Kleemann im Dezember 2025 erneut direkt an die Deutsche Bahn sowie parallel an Verkehrsminister Winfried Hermann mit der Bitte um Unterstützung. Mit Erfolg: In einem Schreiben vom 6. Februar 2026 teilte die Bahn der Stadt nun verbindliche Zeitperspektiven mit.
Die Bahn hat Oberbürgermeister Markus Kleemann in ihrem Schreiben um Verständnis für die außergewöhnlich lange Dauer des Prozesses gebeten und die Verzögerungen insbesondere mit erheblichen technischen Zwängen begründet.
Dazu sagt Oberbürgermeister Kleemann: „Die Situation für die Anwohner war seit dem Einsturz nicht akzeptabel. Deshalb haben wir uns mit Nachdruck für eine Lösung eingesetzt. Entscheidend ist, dass nun verbindliche Zusagen vorliegen: zunächst für eine spürbare Entlastung durch eine Zwischenlösung und anschließend für den dauerhaften Neubau der Lärmschutzwand.“




