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Nicht genug Schüler wählen Französisch

OHG will Italienisch statt Französisch als dritte Fremdsprache anbieten

Stadt Böblingen unterstützt den Antrag. Entscheidung liegt beim Regierungspräsidium Stuttgart.
Von Isabell Gospodarczyk
Italienisch statt Französisch als dritte Fremdsprache: Damit will das OHG einen größeren Kreis an Schülern erreichen.

Italienisch statt Französisch als dritte Fremdsprache: Damit will das OHG einen größeren Kreis an Schülern erreichen.

Bild: Adobe Stock/Alberto Masnovo

Böblingen. Das Otto-Hahn-Gymnasium will Italienisch statt Französisch als dritte Fremdsprache anbieten. Der Verwaltungs- und Kulturausschuss hat einstimmig beschlossen, den entsprechenden Antrag der Böblinger Schule zu unterstützen. Stimmt auch der Gemeinderat am 25. Februar dafür, kann die Stadt Böblingen als Schulträger den Antrag beim Regierungspräsidium Stuttgart einreichen – dieses ist für die Genehmigung zuständig.

Hintergrund ist, dass Französisch als dritte Fremdsprache seit rund zehn Jahren am OHG nicht mehr zustande kommt. Die erforderliche Mindestzahl von zwölf Schülerinnen und Schülern wurde nicht erreicht. Mit der Umstellung auf Italienisch soll das Angebot wieder attraktiver werden und einen größeren Kreis an Schülerinnen und Schülern ansprechen. Auch diejenigen, die Französisch als zweite Fremdsprache gewählt haben, könnten neben Russisch künftig Italienisch als dritte Fremdsprache belegen.

Lehrkräfte für das Fach Italienisch sind derzeit zwar noch nicht vorhanden, nach einer Genehmigung besteht jedoch ein Anspruch auf entsprechende Lehrkräfte.

Keine Einwände

Das Verfahren ist an enge Fristen gebunden: Der Antrag muss bis spätestens 1. März 2026 beim Regierungspräsidium eingehen. Voraussetzung für eine Einführung ist neben dem Gemeinderatsbeschluss auch eine regionale Schulentwicklungsplanung sowie das Vorliegen eines öffentlichen Bedürfnisses. Nach Angaben der Verwaltung ist dieses am Standort Böblingen gegeben.

Die Schulentwicklungsplanung wurde bereits durchgeführt. In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium wurden der Landkreis Böblingen, die Städte Sindelfingen und Holzgerlingen, die öffentlichen und privaten Gymnasien in Böblingen und Sindelfingen sowie der Gesamtelternbeirat der Stadt beteiligt. Einwände gab es laut dem Ersten Bürgermeister Tobias Heizmann keine.

Mit einer Entscheidung des Regierungspräsidiums wird laut Beschlussvorlage spätestens zum Schuljahr 2026/2027 gerechnet.