

Kreis Böblingen. Tag eins wäre gegessen. Wahlweise auch der Fisch verputzt. Seit gestern regiert der schmale Hans, es hat sich ausgevöllert. Auch wenn man es hier im Ländle mit der Fasnet hält, sei jdeshalb jetzt nochmal an den tiefen Sinn des Karnevals erinnert.
Ob die Sprachwissenschaftlerin Verena Krautwald recht hat, den Karneval auf das mittellateinische „carne levare“ zurückzuführen, was übersetzt so viel wie „Fleisch wegnehmen“ bedeutet, oder ob das Pons-Wörterbuch damit richtig liegt, „lebe wohl! vale!“ ins Feld zu führen, macht den Kohl nicht fett. So oder so, die Idee ist beim einen wie beim anderen mit großem Besteck Arrivederci zum Carne zu sagen. Oder auf Wiedersehen zum Fleischgenuss. Noch krasser: zu allen möglichen fleischlichen Genüssen. Selbst das geht manchen immer noch nicht weit genug.
Im Prinzip kann man sich jetzt alles selbst untersagen, was Spaß macht. Weil es schön macht. Oder dünn. Oder wach. Auf jeden Fall gesund und zweifelsohne achtsam.
Über die Tage des gedünsteten Gemüses haben wir zuletzt genug geschrieben. Ob dabei jeder Verzicht mit Vernunft zu tun hat, ist vielleicht sogar Geschmackssache. Doch Fakt ist: Mancher besiegt zumindest im Vorsatz da doch tapfer den inneren Schweinebraten, auch wenn dieses Opfer schwer zu verdauen scheint.
Und dann kommt Kollegin W. ins Spiel. Oder besser zurück, nämlich aus Sardinien. Eine gute Kollegin, wirklich. Im Handgepäck das Süßgebäck, stilecht. Ja, buongiorno sagen wir doch da zu dieser angenehmen Frechheit. Morgen ist doch auch noch ein Tag. Spätestens übermorgen.




