Rollstuhlfahrerin in S-Bahn von Jugendlichen bespuckt
Kreis Böblingen. Auf dem Weg von Stuttgart nach Leonberg kam es am Montag in der S60 kurz vor dem Halt in Leonberg zu einer Beleidigung und Körperverletzung durch fünf unbekannte Jugendliche. Die 30-jährige Geschädigte befand sich mit ihrer 11-jährigen Tochter gegen 11:45 Uhr in der S60 Richtung Weil der Stadt.
Während der Fahrt sollen die fünf bis sechs unbekannten Tatverdächtigen in der S-Bahn geraucht haben. Als die 30-jährige Rollstuhlfahrerin daraufhin die Jugendlichen auf ihr Fehlverhalten angesprochen hat, soll sie in türkischer und russischer Sprache beleidigt worden sein. Zudem soll sie bespuckt, mit Sonnenblumenkernen beworfen sowie geschlagen worden sein. Eigenen Aussagen zufolge fühlte die Geschädigte durch den Speichel erheblichen Ekel und musste sich fast übergeben. Eine unabhängige Zeugin bemerkte den Vorfall und verständigte die Polizei. Die mutmaßlichen Tatverdächtigen sollen in Leonberg und Rutesheim aus der S-Bahn geflohen sein. An der Haltestelle in Renningen wurde die ukrainische Staatsangehörige mit ihrer Tochter durch die Bundespolizei zum Sachverhalt befragt. Die unbekannten Jugendlichen sollen zwischen 10 und 15 Jahre alt und männlich gewesen sein. Einer der Tatverdächtigen wurde als groß beschrieben, hatte lockige schwarze Haare und soll eine schwarze Adidas-Hose mit weißen Streifen getragen haben.
Ein weiterer Jugendlicher soll klein gewesen sein, mit blonden Haaren und einer weiten kurzen Hose. Der dritte Unbekannte soll einen gelben Pullover und eine weite kurze Hose getragen haben. Zu den weiteren Personen gibt es keine nähere Beschreibung. Die Bundespolizeiinspektion Stuttgart hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Beleidigung sowie eines Körperverletzungsdelikts eingeleitet und bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Geschehen oder den unbekannten Tatverdächtigen geben können, sich unter der Telefonnummer 0711 55049 1020 oder per E-Mail: bpoli.stuttgart.oea@polizei.bund.de zu melden.
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