

„Renninger, Weil der Städter und der Landkreis profitieren in vielfältiger Form von der Bahn. Die Kreisbürger sind schneller im Schwarzwald, gleichzeitig kommen weniger Schwarzwälder mit dem Auto in die Region und belasten hier die Luft,“ ist der Sprecher der Bürgeraktion Hans-Joachim Knupfer vom Nutzen der Bahn überzeugt.
Als besonders fragwürdig empfindet er die Kritik des ehemaligen Weil der Städter Bürgermeisters und jetzigen Kreisrates Hans-Josef Straub an einer Mitfinanzierung der Bahnstrecke durch den Böblinger Kreistag. Weil der Stadt konnte vor Jahren seine Umgehungsstraße nur bauen, weil der Landkreis Calw grünes Licht zum Abriss des Bahndammes gab, der der Umfahrung im Wege stand. Seinerzeit hatte sich Weil der Stadt verpflichtet, die Brücke im Bedarfsfalle neu zu errichten. Doch jetzt, wo es ernst wird, versucht man in Weil der Stadt mit allen Mitteln das Projekt zu torpedieren, heißt es in der Pressemitteilung der Bürgeraktion. „Mit so einem Vorgehen gefährdet man aus eigennützigen Motiven die Entlastung der Umwelt und die gute kommunale Zusammenarbeit!“, ist Knupfer überzeugt.
Die im 2-Stufenplan vorgesehene Überprüfung einer Verlängerung der S-Bahn sei erst der zweite Schritt und sollte den ersten, die Wiederaufnahme des Bahnbetriebes, nicht gefährden. Niemand wisse heute, wer eine solche S-Bahn-Verlängerung bezahlen will und kann. Gleichzeitig würde eine Verlängerung der S-Bahn den S-Bahn-Takt viel mehr gefährden, als es die Hesse-Bahn je tun könne. „Auf der eingleisigen Strecke können Verspätungen nicht mehr abgebaut werden“, gibt die Bürgeraktion zu bedenken.



