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Am 28. Februar

„Sindelfingen leuchtet“: Lichteraktion soll Zeichen setzen

Omas gegen Rechts und Bündnis Buntes Sindelfingen planen 28. Februar eine Aktion für Demokratie und Menschenrechte vor dem Rathaus.
Von Jürgen Wegner
In Sindelfingen und 21 weiteren Städten sollen am Freitag die Lichter angehen.

In Sindelfingen und 21 weiteren Städten sollen am Freitag die Lichter angehen.

Bild: KI

Sindelfingen. Vor dem Rathaus soll es am Samstag, 28. Februar, sichtbar hell werden: Die Omas gegen Rechts Sindelfingen/Böblingen und das Bündnis Buntes Sindelfingen rufen zu einer Lichteraktion unter dem Motto „Licht an für Demokratie – Sindelfingen leuchtet“ auf. Treffpunkt ist von 18 bis 19 Uhr vor dem Rathaus beim Glockenturm. Besucher sollen Leuchtkörper, LED-Lichter oder Laternen mitbringen.

Hintergrund ist eine landesweite Aktion in Baden-Württemberg: Mit Blick auf die Landtagswahlen planen die Omas gegen Rechts am selben Abend eine Lichteraktion in rund 20 Städten. Ziel sei es, „ein Zeichen für Demokratie und Menschenrechte und gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus, Hetze und Gewalt“ zu setzen, heißt es im Pressetext der Veranstalter.

„Nicht sprach- und tatenlos zusehen“

In Sindelfingen organisieren die Omas gegen Rechts die Veranstaltung gemeinsam mit dem Bündnis Buntes Sindelfingen. Die Initiatorinnen formulieren ihren Antrieb so: Man wolle „nicht sprach- und tatenlos zusehen“, wie „Rechtspopulisten und Faschisten“ demokratische Werte angreifen.

Das Bündnis Buntes Sindelfingen beschreibt sich als Zusammenschluss von Parteien, Vereinen, Gewerkschaften, Organisationen, Religionsgemeinschaften und engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Hass und Hetze dürften „keinen Platz“ haben; Sindelfingen solle ein Ort „friedlichen Miteinanders und kultureller Vielfalt“ bleiben.

Die Omas gegen Rechts sind laut eigener Darstellung eine zivilgesellschaftliche, parteiunabhängige Bürgerinitiative. Entstanden ist sie 2017 in Österreich; in Deutschland gab es ab 2018 erste Strukturen. Bundesweit gebe es inzwischen über 300 Regionalgruppen, in Baden-Württemberg mehr als 40.

Der Verein sei nicht als gemeinnützig anerkannt und finanziere sich über Mitgliedsbeiträge und Spenden; alle Engagierten arbeiteten ehrenamtlich.