

Sindelfingen/Maichingen. „Sie sind ja fleißig – vielen Dank und ein schönes neues Jahr.“ Mit diesen Worten bedankte sich ein Spaziergängerpaar bei den Helfern, die am Neujahrstag in Sindelfingen dem Silvestermüll zu Leibe rückten.
Auf Initiative des Ortsverbands Sindelfingen von Bündnis 90/Die Grünen hatte Christian Michel erneut zu einer Putzaktion aufgerufen. Fünf Erwachsene und vier Kinder machten sich zunächst rund um die Kita Lange Anwanden, den Spielplatz an der Würbenthaler Straße und die Wiese vor der Stadthalle ans Werk. Am Ende waren mehr als 80 Kilogramm Feuerwerksreste, Flaschen und weiterer Unrat eingesammelt. „Genau hier spielen unsere Kinder. Warum räumen die Verursacher ihren Dreck nicht selbst weg?“, fragte eine Mutter, die mit ihren zwei Kindern kräftig mithalf.
Am Mittag startete eine zweite Sammelgruppe. Unter der Leitung von Susanne Bohlien, unterstützt von Patric Bachem von der Radinitiative Sindelfingen, waren zwölf weitere Helfer unterwegs. Ihr Weg führte von der Blauen Brücke im Hinterweil Richtung Maichingen. Entlang der Feldwege und auf angrenzenden Wiesen fanden sie zahlreiche abgebrannte Feuerwerksbatterien, leere Flaschen und Müll aller Art. „Zum Hertragen hat es gereicht – zum Mitnehmen offenbar nicht“, lautete der kopfschüttelnde Kommentar aus der Gruppe. Nach zwei Stunden kamen weitere 130 Kilogramm Abfall zusammen.
Insgesamt wurden an nur zwei kleinen Abschnitten 218 Kilogramm Müll eingesammelt. „Rechnet man das auf das gesamte Stadtgebiet hoch, kommen schnell mehrere Tonnen zusammen“, zog Christian Michel Bilanz. Er hofft daher auf ein Umdenken: „Vielleicht gibt es in Sindelfingen ab 2026 den politischen Willen für ein zentrales Feuerwerk. Ich bin überzeugt, dass das in der Bevölkerung breite Unterstützung finden würde.“




