

„Hochhausbrand in der Sommerhofenstraße in Sindelfingen“. Mehr stand nicht drin in der E-Mail, die aus dem Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Ludwigsburg auf dem Handy von Frank Dettenmeyer landete. Auf diesem Weg beginnt der Einsatz unseres Foto-Journalisten, der zusammen mit seiner Frau Marion im Verbreitungsgebiet der SZ/BZ dann unterwegs ist, wenn das Blaulicht aufleuchtet und die Sirenen heulen.
„Wenn die Polizei uns anmailt, fahren wir sofort raus“, sagt Frank Dettenmeyer. Denn dann ist es immer etwas Größeres. Und trotzdem gibt es manchmal, wenn auch in Ausnahmefällen, keine Bilder. Letzte Woche zum Beispiel brannte in Bondorf die Zugmaschine eines Lkw. Das Ereignis hörte sich viel spektakulärer an, als es sich dann vor Ort herausstellte. Der Brand war bereits gelöscht, zu sehen war von außen nichts, und auch die Polizisten vor Ort hatten sich gewundert, warum ihre Kollegen der Presse Bescheid gegeben hatten.
Zu diesem offiziellen Weg kommt das persönliche Netzwerk der Fotografen. So werden sie von ihren Kontakten über Nachrichtendienste wie Whatsapp zeitnah über Einsätze von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst informiert. Und außerdem betreiben sie auf den Kanälen der sozialen Medien zwei Blaulichtgruppen selbst und haben elf weitere Gruppen auf dem Schirm, die sich hauptsächlich rund um die Themen der mobilen Verkehrsüberwachung drehen.
Allein in der Silvesternacht entstanden so Bilder von den Einsätzen bei den Bränden im Sindelfinger Stelzenhochhaus, in Weil im Schönbuch und in Hildrizhausen. Im Durchschnitt sind die Blaulichtfotografen zwei- bis dreimal pro Tag im Einsatz.




