

Weil der Stadt. Mit dem symbolischen Spatenstich ist der offizielle Start für den Neubau der Grundschule in Weil der Stadt erfolgt. Am bestehenden Schulstandort in der Jahnstraße entsteht in den kommenden Jahren ein moderner Schulcampus. Der Neubau der Grundschule bildet den ersten Bauabschnitt des Gesamtprojekts „Neubau Schulcampus Jahnstraße“. In weiteren Bauabschnitten sollen der Ersatzneubau der Heinrich-Steinhöwel-Gemeinschaftsschule, der Peter-Härtling-Schule und voraussichtlich der Realschule folgen.
„Der Spatenstich ist ein wichtiger Meilenstein. Weil der Stadt ist eine Schulstadt. Mit dem Neubau der Grundschule investieren wir in die Kinder und Familien. Ich freue mich, dass wir nach Jahren der Vorbereitung, Entscheidungsfindung, Planung und Fördermittelakquise nun sichtbare Fortschritte sehen“, betont Bürgermeister Christian Walter.
An der neuen Grundschule sollen künftig rund 275 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Geplant ist ein voll unterkellertes Gebäude mit 16 Klassenzimmern sowie zusätzlichen Räumen, unter anderem für Sprachförderung, Vorbereitungsklassen, Kunst und Lehrkräfte. Kern des pädagogischen Schulkonzepts ist eine gemeinsame Mitte auf jeder Etage, die zum Lernen, Spielen und Aufenthalt genutzt werden kann.
Im Untergeschoss des Gebäudes sollen neben der Haustechnik auch Räume für ein städtisches Archiv entstehen. Bei der Planung werden die Anforderungen an den Schutz vor Extremhochwasser berücksichtigt. Schließlich liegt der Schulcampus im Überschwemmungsgebiet der Würm. Deshalb wird das Untergeschoss aus wasserundurchlässigem Beton hergestellt – eine sogenannte „Weiße Wanne“. So können Feuchtigkeitsschäden im Untergeschoss ausgeschlossen werden.
Dank Photovoltaik-Anlagen und Wärmepumpe wird das Gebäude über das Jahr betrachtet mehr Energie erzeugen, als für Heizung, Warmwasser und Beleuchtung benötigt wird. Auch beim Bau wird großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt: Das Gebäude wird überwiegend in Holzbauweise errichtet. Darüber hinaus werden verschiedene zertifizierte Nachhaltigkeitsstandards eingehalten. Der Neubau soll eigenständig betrieben werden können und ist damit unabhängig von den weiteren Bauabschnitten. Die Grundschule ist derzeit Teil der Heinrich-Steinhöwel-Schule (HSS), also der Gemeinschaftsschule. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende 2027. Läuft alles wie geplant, findet der Unterricht ab Anfang 2028 in der neuen Grundschule statt. Während der Bauphase wird der Unterricht teilweise in Interimscontainern durchgeführt.
„Ein Schulneubau dieser Größenordnung ist organisatorisch, finanziell und planerisch eine anspruchsvolle Aufgabe. Im September 2021 hat der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss für den Neubau gefasst, im April 2024 folgte der Baubeschluss. Die detaillierte und bedarfsorientierte Planung, die aufwendigen Vergabeverfahren und die intensiven Bemühungen um Fördermittel haben sich gelohnt: Jetzt verfügen wir über ein zukunftsfähiges Konzept und starke Partner, die den Bau umsetzen“, betont Erster Beigeordneter Jürgen Katz.
Die Gesamtkosten für den Neubau der Grundschule belaufen sich auf rund 18,7 Millionen Euro. Das Gesamtprojekt wird durch mehrere Förderprogramme unterstützt. Für den Neubau der Grundschule kann die Stadt Weil der Stadt Mittel aus drei Förderprogrammen in Anspruch nehmen: 4,2 Millionen Euro Landesmittel aus dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau, 2,5 Millionen. Euro Landesmittel aus der Schulhausbauförderung und 1,1 Millionen Euro Bundesmittel aus der KFW-Förderung für „Klimafreundliche Neubauten“. Insgesamt konnten also 8,8 Millionen Euro Fördermittel erzielt werden. 10,9 Millionen Euro werden aus dem städtischen Haushalt finanziert.
„Nach intensiven Abstimmungen mit den Fördermittelgebern konnten wir erreichen, dass Fördermittel aus verschiedenen Programmen bewilligt werden. Ohne die Unterstützung durch diese Förderprogramme wäre ein Projekt dieser Größenordnung kaum umsetzbar“, so Bürgermeister Christian Walter.



