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Weil der Stadt: Schwarzarbeit bei Baufirma

Stuttgarter Zollbeamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit haben in Weil der Stadt sechs Fälle illegaler Ausländerbeschäftigung aufgedeckt.
Sechs Fälle illegaler Ausländerbeschäftigung konnte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls dem Inhaber einer Baufirma aus Weil der Stadt nachweisen. Bild: Polizei

Sechs Fälle illegaler Ausländerbeschäftigung konnte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls dem Inhaber einer Baufirma aus Weil der Stadt nachweisen. Bild: Polizei

Die Beamten trafen bei der Prüfung am Freitag in den frühen Morgenstunden auf dem Hof einer Baufirma zunächst vier Arbeiter an, die dabei waren, Materialien auf einen Transporter der Firma zu laden. Bei allen vier Männern handelte es sich um kosovarische Staatsbürger, die ausschließlich einen Aufenthaltstitel für Slowenien vorweisen konnten. Im Laufe der Zollprüfung erschienen auf dem Hof des Unternehmens dann weitere Arbeitnehmer.

Unter den hinzugekommenen Männern befanden sich ein Bauarbeiter aus Nordmazedonien, der angab, ebenfalls für das Unternehmen aus Weil der Stadt zu arbeiten, aber keine gültigen Papiere für die Aufnahme einer Beschäftigung in Deutschland vorlegen konnte. Ein weiterer Mann aus dem Kosovo betrat den Betriebshof in Arbeitskleidung mit Aufdruck des Unternehmens aus dem Landkreis Böblingen, erklärte aber den Zöllnern gegenüber, dass er ein Bekannter des Unternehmers sein und diesen einen Besuch abstatten wolle.

In Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurden die fünf Männer aus dem Kosovo und der Mann aus Nordmazedonien vorläufig festgenommen und Beamten des Polizeireviers Leonberg übergeben. Alle sechs Personen hielten sich mit der Aufnahme einer Beschäftigung illegal in Deutschland auf und müssen die Bundesrepublik nun umgehend verlassen. Der Zoll ermittelt zudem gegen den Arbeitgeber der Männer wegen Beihilfe zum illegalen Aufenthalt sowie illegaler Ausländerbeschäftigung.