

Sindelfingen. Dass die Hauptschulabschlusskurse HASA bestehen bleiben, ist eine richtig gute Nachricht. Denn solche Angebote eröffnen nicht nur persönliche Chancen, sie zahlen sich auch für die Gesellschaft ganz konkret aus. Wer einen Schulabschluss nachholt, hat deutlich bessere Aussichten auf Ausbildung, Arbeit und ein selbstbestimmtes Leben. Aus Menschen, die sonst womöglich dauerhaft auf Unterstützung angewiesen wären, können Leistungsträger werden, die arbeiten, Steuern zahlen und ihren Beitrag zum Gemeinwesen leisten.
Wer hier nur auf die Kosten schaut, denkt zu kurz. Geld, das in Bildung investiert wird, kann sich später mehrfach auszahlen. Menschen erhalten bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, mehr Eigenständigkeit und können auch selbst etwas zurückgeben.
Ohne Schulabschluss ist der Weg in den Beruf steiniger, die Gefahr von Abhängigkeit und sozialer Ausgrenzung größer. Doch wer Bildung ermöglicht, stärkt nicht nur einzelne Lebenswege, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Aus jungen Menschen mit wenig Perspektive können Menschen werden, die Verantwortung übernehmen, arbeiten und sich ein eigenes Leben aufbauen.
Zum Glück gibt es die Waldhaus-Jugendhilfe, die die Trägerschaft übernimmt. Aber das sollte auch unter einem Gesichtspunkt gesehen werden: Das Modell bleibt erhalten. Nicht der Name des Trägers ist entscheidend, sondern dass ein Weg gefunden wurde, dieses wichtige Angebot fortzuführen. Gerade in Zeiten knapper Kassen muss Geld dort eingesetzt werden, wo es langfristig Wirkung entfaltet. Jungen Menschen eine echte Chance auf einen Abschluss zu geben, gehört ganz sicher dazu.


