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Jubiläum

Kunst verbindet Böblingen und Pontoise

Zum 70-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft stehen eine gemeinsame Ausstellung, Begegnungen und ein Festakt im Mittelpunkt.
Von unserer Redaktion
Die Gäste aus Böblingen mit Bürgermeisterin Stéphanie von Euw und weiteren französischen Gastgebenden beim Empfang im Pontoiser Rathaus.

Die Gäste aus Böblingen mit Bürgermeisterin Stéphanie von Euw und weiteren französischen Gastgebenden beim Empfang im Pontoiser Rathaus.

Bild: Stadt Böblingen

Böblingen. Die gemeinsame Kunstausstellung „Tandem“ aus beiden Städten in den Räumen des Alten Amtsgerichts wurde anlässlich des Jubiläums konzipiert. Neben der Vernissage am Freitag, 3. Juli , um 17.30 Uhr finden am Donnerstagabend um 18 Uhr ein Festakt und am Samstag, 4. Juli , um 17.30 Uhr die Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Böblingen statt.

Grundlegendes Element des vielschichtigen „Tandem“-Projekts ist die gemeinsame Kunstausstellung mit jeweils fünf Kunstschaffenden aus beiden Städten. Der Titel des Projekts und der Ausstellung „Tandem“ verrät bereits das Prinzip: Im Rahmen der Ausstellung haben fünf binationale Paare („Tandems“) in der Vorbereitungsphase zusammengearbeitet und stellen nun gemeinsam aus. Es beteiligen sich Michel Frichet (Pontoise), Klaus Behringer (Böblingen), Luc Babin (P), Waltraud Wellmann (BB), Ute Hadam (P), Erwin Weyel (BB), Jean Villain (P), Marcus Gwiasda (BB) sowie Nicolas Blin (P) und Ines Scheppach (BB) mit Werken, die von Fotografie über Malerei und Zeichnung bis hin zur gegenständlichen Kunst reichen.

Begegnungsformate

Flankiert wird die Ausstellung von mehreren Begegnungsformaten, darunter gegenseitige Besuche offizieller Delegationen mit einem feierlichen Festakt zum Jubiläum. Zudem bieten die Kunstschaffenden der jeweils anderen Stadt Kunst-Workshops für Jugendliche und Schüler der gastgebenden Stadt an. Die zehn beteiligten Kunstschaffenden bauen die Ausstellung gemeinsam auf und verbringen während ihres Aufenthalts Zeit miteinander. Ende Mai fand dieser Veranstaltungsreigen bereits in Pontoise statt, und zum Stadtfest wird nun der Gegenbesuch in Böblingen erwartet.

Den Auftakt in Böblingen bildet der Festakt am Donnerstagabend, 2. Juli, um 18.00 Uhr im Wolfgang-Brumme-Saal. Es werden zahlreiche Gäste aus der französischen Partnerstadt anwesend sein sowie etliche Würdenträger aus Böblingen und Umgebung. Die Öffentlichkeit ist hierzu herzlich eingeladen.

Vernissage am Freitag

Am Freitag, 3. Juli, folgt um 17 Uhr im „Alten Amtsgericht“ am Schlossberg die Vernissage der Ausstellung „Tandem“. Alle beteiligten Kunstschaffenden werden teilnehmen, ebenso die offizielle Delegation aus Pontoise sowie weitere Ehrengäste. Die Ausstellung ist vom 4. bis 15. Juli in den Räumen des Alten Amtsgerichts zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr (montags geschlossen).

Zum Stadtfest sind neben der offiziellen Delegation und den Kunstschaffenden auch weitere Gäste aus mehreren Partnerstädten in Böblingen zu Gast. Sie alle werden sich am Samstag, 4. Juli, um 17.30 Uhr im „Alten Amtsgericht“ in das Goldene Buch der Stadt eintragen.

Finanziert aus Landemitteln

Gefördert wird das Projekt für die Ausstellung, die Delegationsbesuche und das Jugendprojekt durch den Mikroprojektefonds des Staatsministeriums Baden-Württemberg, finanziert aus vom Landtag Baden-Württemberg beschlossen Landesmitteln, sowie durch die BW-Stiftung im Rahmen des Programms Nouveaux horizons.

Vor 70 Jahren: Wie alles begann

Vor 70 Jahren begann die Städtepartnerschaft zwischen Böblingen und Pontoise – als eine der ersten deutsch-französischen Partnerschaften in Deutschland und als Zeichen der Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Partnerschaft entstand mit Unterstützung der Internationalen Bürgermeister-Union und wurde durch Adolphe Chauvin und Wolfgang Brumme besiegelt. Beide Städte wollten damit früh einen Beitrag zur deutsch-französischen Verständigung leisten – ganz im Sinne des Élysée-Vertrags von 1963 und der Idee, Menschen über Grenzen hinweg zusammenzubringen.

Über die vielen Projekte und Begegnungen im Verlauf der 70 Jahre ließe sich viel erzählen, über Kontakte zwischen den Harmonika – Vereinen, Schulaustausche, Partnerstadt-Olympiaden, schulische Begegnungen und vieles mehr. Zum 70-jährigen Jubiläum gibt es gleich mehrere Veranstaltungen.

Eröffnet wurde das Jubiläums-Jahr durch die Ausstellung „Adenauer-De Gaulle, Wegbereiter einer Freundschaft“, die noch bis Ende Juli im Foyer des neuen Rathauses zu sehen ist. Und im Fleischermuseum gibt es „La belle Bouchère“ mit Frankreich-Bezug.