Menü
Neuer Treffpunkt

Schönaich: Friedhofscafé bringt Menschen ins Gespräch

Jeden Dienstag lädt der ökumenische Arbeitskreis Diakonie bei gutem Wetter zum Austausch auf dem Friedhof ein.
Unter den Linden bietet das Friedhofscafé Raum für Begegnung und Gespräche.

Unter den Linden bietet das Friedhofscafé Raum für Begegnung und Gespräche.

Bild: Bild: z

Schönaich. Kaffee, Kuchen und Gespräche gibt es seit Anfang September an einem ungewöhnlichen Ort: auf dem Schönaicher Friedhof. Der ökumenische Arbeitskreis Diakonie hat dort ein Friedhofscafé eingerichtet. Das Angebot gibt es noch bis zum 13. Oktober jeden Dienstag bei trockenem Wetter von 15.30 bis 17.30 Uhr.

Rund 30 Mitarbeiter engagieren sich bei dem Projekt. Geleitet wird der ökumenische Arbeitskreis Diakonie von Anne-Katrin Thomas, Sozialreferentin der katholischen Seelsorgeeinheit Schönbuchlichtung, und Pfarrerin Annette Denneler vom Evangelischen Pfarramt Schönaich Nord. „Mehr als 50 Menschen haben das Café seit dem 8. September besucht, das freut uns sehr“, sagt Pfarrerin Annette Denneler.

Die Idee für das Friedhofscafé entstand im Mai. Als Vorbild dienten ähnliche Angebote an anderen Orten. Ziel des Arbeitskreises ist es, in Schönaich Möglichkeiten zu schaffen, bei denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen können.

Unter den Birken

Der Friedhof bot sich dafür aus Sicht der Verantwortlichen an. Dort begegnen sich ohnehin regelmäßig Menschen, die Gräber besuchen oder über das Gelände gehen. Mit bunten Tischen, farbigen Stühlen sowie Kaffee und Kuchen soll eine zusätzliche Gelegenheit entstehen, eine Weile zu bleiben und miteinander zu reden.

Das Angebot richtet sich ausdrücklich nicht nur an Kirchenmitglieder. Willkommen sind alle, die das Café besuchen möchten - auch diejenigen, die sonst keine kirchlichen Veranstaltungen besuchen.
Für den Arbeitskreis gehört zu dem Projekt auch der Gedanke, dem Friedhof neben Trauer und Erinnerung einen weiteren Aspekt zu geben. „Wir wollen an dem Ort, an dem der Tod präsent ist, dem Tod trotzen, indem wir diesem Leben einhauchen“, sagt Pfarrerin Annette Denneler. Auch die Gestaltung des Cafés soll dazu beitragen. „Hier darf das Leben Platz haben – mit all seinen Farben, Geschichten, Fragen und Hoffnungen.“