

Gärtringen. Die Stadtwerke Sindelfingen und die katholische Kirchengemeinde St. Michael in Gärtringen feiern die erfolgreiche Inbetriebnahme einer neuen Photovoltaikanlage auf dem Kirchendach. Das Projekt verbindet Klimaschutz, regionale Energiegewinnung und gemeinsames Engagement für Nachhaltigkeit.
Der Ausbau von Photovoltaik ist seit vielen Jahren ein wichtiger Baustein, um CO₂-Emissionen zu senken und den Anteil erneuerbarer Energien in der Region zu erhöhen. Die Stadtwerke Sindelfingen nutzen hierfür in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Verwaltungszentrum Böblingen/Sindelfingen geeignete Dächer kirchlicher Gebäude. Im Rahmen dieser Kooperation konnte auch das Projekt mit der Kirchengemeinde St. Michael in Gärtringen umgesetzt werden.
Kirchen bieten mit ihren großen Dachflächen häufig gute Voraussetzungen für den Bau von Photovoltaikanlagen. Gleichzeitig erfordert der sakrale Charakter solcher Gebäude eine besonders sorgfältige Planung. Aspekte wie Farbgestaltung, Geometrie der Anlage und mögliche Denkmalschutzauflagen müssen dabei berücksichtigt werden. Daher fand bereits in der Planungsphase eine enge Abstimmung zwischen den Stadtwerken und der katholischen Kirchengemeinde St. Michael statt.
Die neue Photovoltaikanlage erbringt eine Leistung von 99,24 kWp und wird voraussichtlich einen Jahresertrag von rund 110 000 kWh erzielen. Damit können jährlich bis zu 40 Tonnen CO₂ eingespart werden. Der erzeugte Strom wird vollständig in das öffentliche Netz eingespeist. Die Stadtwerke Sindelfingen übernehmen dabei Installation, Betrieb und Wartung der Anlage im Rahmen eines Dachverpachtungsmodells. Die Kirchengemeinde verpachtet ihre Dachfläche für eine Laufzeit von 20 Jahren und erhält dafür eine jährliche Pachtvergütung.
Vor der Installation wurde das Kirchendach umfassend saniert. Die Dachsanierung und die Installation der Photovoltaikanlage dauerten zusammen rund fünf Monate. Vom ersten Kontakt bis zur Fertigstellung vergingen insgesamt etwa zwei Jahre, in denen Planung, Abstimmungen, Genehmigungen und bauliche Umsetzung eng verzahnt waren. Ende September 2025 konnte die Photovoltaikanlage schließlich in Betrieb genommen werden.
„Das Photovoltaikprojekt in Gärtringen verdeutlicht erneut, wie sinnvoll sich bestehende Dachflächen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien nutzen lassen. Entscheidend ist dabei die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den kirchlichen Partnern, mit denen wir solche Vorhaben Schritt für Schritt gemeinsam umsetzen“, betont Dr. Karl Peter Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Sindelfingen.
Die erfolgreiche Umsetzung des Projekts ist das Ergebnis einer engagierten und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken Sindelfingen, dem Architekturbüro und den Ehrenamtlichen der Kirchengemeinde Gärtringen.



