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Polizeibericht

Vergewaltigungsverdacht am Flugfeld: Polizei ermittelt gegen zwei Jugendliche

Passanten retteten eine 17-Jährige, die in eine öffentliche Toilette gedrängt wurde.
Von Henrik Claasen
Die Kriminalpolizei hat nach dem Vorfall auf dem Flugfeld die Ermittlungen aufgenommen.	Bild: Pixabay

Die Kriminalpolizei hat nach dem Vorfall auf dem Flugfeld die Ermittlungen aufgenommen. Bild: Pixabay

Bild: Pixabay

Böblingen. Ein schweres Sexualdelikt auf dem Böblinger Flugfeld beschäftigt seit Donnerstagabend, 12. März, die Behörden. Zwei Jugendliche im Alter von 14 und 16 Jahren stehen im Verdacht, eine 17-Jährige in einer öffentlichen Toilettenanlage angegriffen und vergewaltigt zu haben.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler war das Opfer am späten Abend gemeinsam mit Freunden auf dem Areal unterwegs. Als die junge Frau eine öffentliche Toilette aufsuchte, sollen die beiden Verdächtigen auf sie aufmerksam geworden sein. Die Jugendlichen werden beschuldigt, die 17-Jährige abgefangen und in die Anlage gedrängt zu haben.

Zeugen beenden den Übergriff

In einer der Kabinen soll sich nach derzeitigem Stand mindestens einer der beiden Beschuldigten sexuell an dem Mädchen vergangen haben. Dass die Tat ein Ende fand, ist dem schnellen Handeln von Zeugen zu verdanken: Laut Polizeibericht wurde das Geschehen durch das Eingreifen Dritter beendet.

Die alarmierte Polizei konnte die beiden Tatverdächtigen noch im Zuge der ersten Fahndungsmaßnahmen identifizieren und vorläufig festnehmen. Gegen beide wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vergewaltigung eingeleitet.

Verdächtige wieder auf freiem Fuß

Trotz der Schwere des Vorwurfs befinden sich die beiden Jugendlichen derzeit nicht in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurden sie nach Abschluss der polizeilichen Erstmaßnahmen wieder entlassen, da die rechtlichen Voraussetzungen für eine Inhaftierung zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorlagen.

Bei jugendlichen Tatverdächtigen sind die Hürden für eine Untersuchungshaft gesetzlich besonders hoch angesetzt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart und der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg zum genauen Tathergang dauern unter Hochdruck an.