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Sindelfingen

Wegen Brandgefahr: Chor der Johanneskirche zieht an Karfreitag um in Christuskirche

Wegen einem Heizungsschaden verlegt der Chor der Johanneskirche sein Passionskonzert am 3. April in die Christuskirche.
Von Bernd Heiden

Sindelfingen. Wenn der Chor der Johanneskirche ein Konzert gab, dann war dieses Konzert in der Johanneskirche. Doch alle treuen Fans aufgepasst, sein kommendes Konzert zu Karfreitag singt der Chor nicht in der Johannes-, sondern in der Sindelfinger Christuskirche (die SZ/BZ hat berichtet).

Weil das nach Jahrzehnten das erste Konzert ist, für das der Chor in die Christuskirche umzieht, ist die Sorge bei Chorleiter Michael Kuhn groß, dass das treue Publikum einer lange eingespielten Gewohnheit folgt und am Karfreitag routinemäßig in Erwartung des traditionellen Passionskonzerts in die Johanneskirche geht.

Nicht in der Johanneskirche

Das war ursprünglich auch dort geplant. Und deshalb wurde es so auch noch bis vor Kurzem in gängigen Publikationen so angekündigt. Also nochmal: An Karfreitag, 3. April 2026, findet das Passionskonzert mit dem Chor der Johanneskirche nicht in der Johanneskirche, sondern in der Sindelfinger Christuskirche statt.

Grund der Konzertverlegung ist die Heizung der Johanneskirche. Die hatte in der Vergangenheit bereits manch unlustigen Streich gespielt und mit Aussetzern bei Konzerten für arktische Atmosphäre gesorgt, auf die weder Publikum noch Aktive vorbereitet waren.

Diesmal aber drohten keine Eiszapfen, sondern Feuer. „Aufgrund von akuter Brandgefahr bei der Aktivierung der Bankheizungen in der Johanneskirche dürfen diese nicht mehr benutzt werden“, teilt Chorleiter Michael Kuhn mit. Dazu seien alle Versuche fehlgeschlagen, die Kirche extern zu beheizen.

Nicht in kalter Kirche

Auf keinen Fall aber wolle man erneut ein Konzert in einer ausgekühlten Kirche veranstalten. Auch würden aufgrund der geplanten Umbaumaßnahmen der Kirche kurzfristig keine neuen Bankheizungen installiert. Deshalb habe man sich trotz des damit verbundenen riesengroßen Aufwands mit Verlegung von Podesten über Orgel bis Beleuchtung für das Passionskonzert zum Umzug in die Christuskirche entschlossen, erklärt Chorleiter Kuhn zum Hintergrund.

Was sich nicht ändert, ist das Programm. Hauptwerk des Passionskonzerts ist das knapp 40-minütige Oratorium „Die 7 Worte Jesu am Kreuz“ von César Franck für Soli, Chor und Orchester. Ergänzt wird das Passionsoratorium von der bekannten „Meditation“ aus der Oper „Thaïs“ von Jules Massenet für Solo-Violine, Chor und Orchester sowie dem Schlusschor „Ihr Töchter Zions“ und Choral aus dem unvollendeten Oratorium „Christus“ (op. 97) von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Der Chor der Johanneskirche wird begleitet vom Orchester Süddeutsche Kammersolisten Stuttgart, die Partie des Solotenors singt Reto R. Rosin, die Gesamtleitung hat Michael Kuhn.

Info

Passionskonzert mit dem Chor der Johanneskirche, Freitag, 3. April, 15 Uhr, Christuskirche Sindelfingen, Vordere Halde 21. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.