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Sachen gibt's...

Darts in Sindelfingen: Kuhle Fans und kleine Taylors

Darts-Fans feiern im und auf dem Weg zum Glaspalast ihre Stars – und noch lieber sich selbst.
Von Jürgen Wegner

Darts. Stehen sechs Haribo-Tüten vor dem Schoko-Regal: Was sich wie ein Witz liest, ist gar keiner und trotzdem lustig. Die Cola-Fläschchen können sich nicht entscheiden, da kommen die Balla Ballas mit der Sektflasche um die Ecke und drücken aufs Tempo: „Wir sollten los.“ Gesagt, getan, wackelt der Süßkram in Lebensgröße von dannen.

Währenddessen sind sich die Blauen mit den weißen Zipfelmützen einig: „Vorglühen ist Trumpf“, sagt der Schlumpf. Und zeitgleich steht da eine gelbe Runde Ronald McDonalds an der Fleischtheke und kommt schnell auf den Trichter: ob grob, fein oder Pizza, Hauptsache Fleischkäs‘. „Mir egal“, „mir egal“, „mir egal“, wiederholen sich die Fast-Food-Clowns, um dann den langen Schuh zu machen: „Wiedersehen“, „Wiedersehen“, „Wiedersehen“: Jeder Kunde bekommt von jedem Ronald seinen persönlichen Gruß zum Abschied.

Spaß muss sein

Bilder wie im Vietz-Markt in Maichingen gibt es überall in Sindelfingen in S-Bahn-Nähe, wo es etwas zu beißen oder gegen den schlimmen Durst gibt. Nein, es ist kein Fasching. Spaß muss sein beim Darts-Turnier, und bei der Kreativität gibt es keine Grenzen. Natürlich haben die sieben Zwerge ihr eigenes Schneewittchen dabei und sehen fast so schön aus wie die kleine Kuhherde mit ihrem Cowgirl. „Kuhl!“

Die Pfeilewerfer von internationaler Klasse haben die Herzen der Fans längst erobert. Und diese feiern sowohl die Sportler, vielleicht aber noch mehr sich selbst. So wie Phil Taylor. Der heißt wirklich so, ist zwar kein 16-facher Weltmeister, wohnt aber in Herrenberg und ist mit Mama Bettina, Papa Daniel und Bruder Carlo nach Sindelfingen gekommen. Sachen gibt’s…