

Sindelfingen. Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Eine sichere und hochwertige Versorgung erfordert einen hohen Aufwand für die Förderung, Aufbereitung und Verteilung des Wassers. Dazu kommen steigende Material- und Lohnkosten für den Unterhalt der Infrastruktur. Beispielsweise gehören dazu Sanierungen von Wasserhochbehältern oder Reparaturen bei Rohrbrüchen.
Besonders stark wirken sich die in den letzten Jahren deutlich steigenden Finanzierungskosten durch höhere Zinsen aus. Durch Einsparungen und Effizienzmaßnahmen konnte ein Teil der Kostensteigerungen kompensiert werden. „Allerdings war eine Preiserhöhung zum 1. Januar 2026 nicht vollständig zu vermeiden, um die anfallenden Kosten zur Wasserversorgung decken zu können“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke Sindelfingen.
In der Wasserversorgung sind etwa 80 Prozent der Kosten verbrauchsunabhängige Fixkosten. Hierunter fallen vor allem Kapitalkosten, Wartungs- und Betriebskosten für Anlagen (Wasserrohrnetz, Brunnen, Behälter, Aufbereitungsanlagen) oder Lohnkosten. Lediglich 20 Prozent der Kosten sind variabel in Abhängigkeit des Verbrauchs (etwa Bezugskosten vom Vorlieferant Bodenseewasserversorgung, Pumpstrom, Wasserentnahmeentgelt).
Aus den oben genannten Gründen steigt sowohl der Arbeitspreis als auch die Grundpreise. Der Arbeitspreis steigt um 11 Cent je Kubikmeter auf 2,79 Euro/m³. Die Grundpreise werden abhängig von der Nenngröße und der Bauart des Wasserzählers angehoben. Für den typischen Wasserzähler im Haushalt (Q3=4) steigt der Grundpreis um 62,80 Euro auf 219,79 Euro pro Jahr.
Für einen typischen 4-Personen-Haushalt mit dem Zählertyp Q3=4 und einem Jahresverbrauch von 150 m³ steigen die Kosten der Trinkwasserversorgung damit um 78,84 Euro pro Jahr oder 6,60 Euro pro Monat. Umgerechnet auf einen Liter Verbrauch liegt der neue Wasserpreis damit unter 1/2 Cent pro Liter.



