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Zwetschgen für die Mitarbeiter des Landratsamts

Gäugold und die Herrenberger Zwetschge vor dem Böblinger Landratsamt gepflanzt

Diese beiden Streuobstbäume gibt es nur im Kreis Böblingen und sind immun gegen das Scharka-Virus.
Von Peter Maier
Fachberater Manfred Nuber, Markus Kienzle (Baumschule Kienzle, Tailfingen), Helmut Werner (Vorsitzender  Arbeitskreis Erwerbsobstbau im Landkreis Böblingen), Martin Wuttke (stellvertretender Landrat, Dezernent Umwelt und Klima), Daniel Fauser (Eigenbetrieb Landkreis Böblingen),  Andreas Riebold-Hiller (Baumschule Hiller Mötzingen/von links).

Fachberater Manfred Nuber, Markus Kienzle (Baumschule Kienzle, Tailfingen), Helmut Werner (Vorsitzender Arbeitskreis Erwerbsobstbau im Landkreis Böblingen), Martin Wuttke (stellvertretender Landrat, Dezernent Umwelt und Klima), Daniel Fauser (Eigenbetrieb Landkreis Böblingen), Andreas Riebold-Hiller (Baumschule Hiller Mötzingen/von links).

Bild: Landratsamt Böblingen

Kreis Böblingen. Ab sofort zählt das Landratsamt selbst zum Streuobstgürtel. Der stellvertretende Landrat Martin Wuttke pflanzte im Rahmen eines Pressetermins gemeinsam mit Manfred Nuber und Helmut Ohngemach von der Fachberatungsstelle für Obst- und Gartenbau ganz besondere Streuobstbäume, nämlich die noch recht neuen, regionalen Sorten Gäugold und Herrenberger Zwetschge, für die der Arbeitskreis Erwerbsobstbau im Landkreis Böblingen die Exklusivrechte gekauft hat. „Wir wollen mit dieser Aktion mithelfen, die beiden Lokalsorten zu etablieren“, betont Martin Wuttke. „Sie sind ein Alleinstellungsmerkmal für den Landkreis Böblingen.“

Hilfe von der Uni Hohenheim

Als vor einigen Jahren das Scharka-Virus den Großteil der Zwetschgenbäume im Landkreis Böblingen (und anderswo) vernichtete, wollte man den Wegfall dieses lange so bedeutenden Exportguts nicht hinnehmen. Die Uni Hohenheim hatte sich mit der Züchtung von Scharka-robusten Sorten aus Kreuzung mehrerer bekannter Sorten beschäftigt.

Aus diesen Züchtungen wurden die genannten zwei Sorten ausgewählt; sie sind immun gegen das Scharka-Virus und perfekt geeignet für den regionalen Anbau im Landkreis Böblingen. Die Gäugold-Zwetschge wird Mitte August reif, zeichnet sich durch ihr goldgelbes Fruchtfleisch aus und ist vor allem für den Direktverzehr bestimmt. „Perfekt für den Nachtisch der Mitarbeitenden im Landratsamt, die dann im Sommer nur von ihrem Mittagessen in der hauseigenen Kantine aufstehen müssen, um sich noch ein paar Zwetschgen zu pflücken“, so der stellvertretende Landrat. Oder natürlich auch die Kundinnen und Kunden der Landkreisbehörde; die Zwetschgen am Landratsamt sollen schließlich Lust auf die Sorten machen.