

„Das Idealbild ist der Unternehmer, der seine Talente, Erfahrungen und sein berufliches Netzwerk auch für öffentliche Ziele und Belange einsetzt. Sie tun das seit vielen Jahren mit großer Leidenschaft und großem Erfolg“, sagte die Ministerin.
In einem sehr wettbewerbsintensiven Markt („wer möchte nicht den guten Durchblick haben“), so die Ministerin, habe sich Dr. Baur behauptet und aus dem ersten Fachgeschäft eine der größten deutschen Augenoptiker-Ketten geschaffen. In über 50 Filialen beschäftigt das Unternehmen derzeit 360 Mitarbeiter.
Dabei habe Dr. Baur im Sinne des Grundgesetzes („Eigentum verpflichtet“) Verantwortung übernommen, sich als Mitbegründer der Aktionsgemeinschaft Artenschutz nicht nur dafür eingesetzt, dass das Schildplatt aus den Optikergeschäften verschwindet, sondern auch das Handelsverbot für bedrohte Tierarten mit durchgesetzt. 1985 gründete er die Stiftung Deutsche Sehhilfe mit Unterstützung der Firmen Zeiss, Mercedes-Benz, Ford, Rodenstock und Essilor.
Dr. Helmut Baur ist Ehrensenator und Kuratoriumsmitglied der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Aalen. Er stiftet seit 20 Jahren den Hochschulpreis für den Studiengang Augenoptik und den berufsbegleitenden Masterstudiengang, der alle zwei Jahre verliehen wird. Er ist Vorstandsmitglied der wissenschaftlichen Gesellschaft für marktorientierte Unternehmensführung an der Technischen Universität Dresden.
Er ist Honorargeneralkonsul für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Aufgrund seiner besonderen Verdienste für den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Malaysia wurde ihm vom malaysischen König der Adelstitel Datuk verliehen, den bisher nur wenige Ausländer erhalten haben.
In Böblingen war er Mitbegründer der Bürgerstiftung, er unterstützt die Olgäle-Stiftung für das kranke Kind und gehört seit 1998 dem Kuratorium der Ludwigsburger Schlossfestspiele an.
Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag, sagte in seinem Grußwort, bei seinen vielen Aufgaben müsse Dr. Baur wohl zahlreiche Leben haben. Er bezeichnete ihn als Branchenvisionär, Repräsentant des Mittelstands, Feinschmecker, Brückenbauer zwischen den Kulturen und Unternehmerpersönlichkeit, der seine Talente immer klug eingesetzt habe.
Arthur Zimmermann, Mitglied des Vorstands Bundesverband mittelständische Industrie, würdigte Dr. Baur als Unternehmer mit Leidenschaft. Er strich besonders heraus, dass er schon in den 80er-Jahren eine Lehrwerkstatt einrichtete.
EU-Kommissar Günther Oettinger sandte der Festgesellschaft eine Video-Botschaft. Darin sagte er, dass er bereits seit Jahrzehnten beobachte, was Dr. Baur für das Land leiste. Er strich dessen Engagement für Malaysia und die Hochschule Aalen besonders heraus.
Dr. Helmut Baur hat in der Vergangenheit bereits mehrere hochrangige Ehrungen erhalten, darunter 1990 die Wirtschaftsmedaille und 2000 die Staufermedaille des Landes, jeweils in Gold, und 2009 den Zukunftspreis des baden-württembergischen Einzelhandels.
Dr. Baur dankte besonders seiner Frau, die ihn immer aufgefangen, kritisiert und motiviert habe. Vom gemeinsamen Sohn Dominic, der das Unternehmen inzwischen leitet, fühle er sich keineswegs aufs Altenteil gestoßen: „Er überlässt mir die Dinge, die ihm nicht so liegen.“ Den offiziellen Teil der Feierstunde in Stuttgart schloss er mit einem Appell: „Engagieren sie sich ehrenamtlich. Es lohnt sich in jedem Fall.“
Dr. Helmut Baur mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse am Revers und eingerahmt von Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (rechts) und seiner Frau Gabriele. Bild: Reichert



