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Holzgerlingen: Nachbarn gegen Ladenschließung

Von Peter Maier

Die Nachbarschaft rund um die Holzgerlinger Bühlenstraße erhält in den nächsten Tagen Post. Mit Hilfe einer Postkarte wollen drei engagierte Nachbarinnen herausfinden, was die Schließung der Bäckereifiliale in der Bühlenstraße für das Wohnviertel bedeutet. Tatjana Marquardt, Lydia Schmid und Saranda Jaha richten sich mit ihrer Umfrage an die gesamte Nachbarschaft im Wohnviertel „Bühlen“.

Wer die Karte ausgefüllt hat, kann sie bis zum 26. November in den entsprechend gekennzeichneten Briefkasten vor der Bäckerei Binder werfen. Die Auswertung der Umfrageergebnisse wird später im Jahr ebenfalls dort bekannt gegeben. Wie es danach weitergeht, entscheidet sich auf Grundlage der Umfrageergebnisse.

Von der Unterschriftenliste zur Umfrage

Mitte September war in der SZ/BZ zu lesen, dass die Filiale der Bäckerei Binder in der Bühlenstraße Ende November geschlossen wird. Frische Backwaren und einen kleinen Einkaufsplausch gibt es dann für die Menschen im Wohnviertel „Bühlen“ nicht mehr direkt um die Ecke. Und dann? Für Anwohnerin Tatjana Marquardt war klar: da muss eine Lösung her. Nach Rücksprache mit Eberhard Binder legte Sie eine Unterschriftenliste in der Filiale aus. „Innerhalb kürzester Zeit kamen dort 328 Unterschriften zusammen“, erzählt die Initiatorin.

Im Begleittext zur Unterschriftenliste wurde der klare Wunsch formuliert, gemeinsam mit der Stadtverwaltung nach Lösungen für die bald leerstehende Ladenfläche zu suchen.

Stadtverwaltung unterstützt die Initiative

Über die Stabsstelle für Bürgerschaftliches Engagement erfuhr die Stadtverwaltung von den zahlreichen Unterschriften und dem Wunsch nach Unterstützung. Nach einem gemeinsamen Gespräch stellte sich heraus, dass hinter dem Wunsch nach einer lokalen Einkaufsmöglichkeit noch viele weitere Ideen schlummern. „Das war ein Impuls, den wir sehr gerne aufgegriffen haben“, erzählt Bürgermeister Ioannis Delakos. „Die Entwicklung unserer Wohnviertel, gemeinsam mit den dort lebenden Menschen, ist mir in unserer stark gewachsenen Stadt ein besonders wichtiges Anliegen“, so Delakos weiter. Daher ist für den Bürgermeister klar, dass die Initiative aus der Bühlenstraße die notwendige Unterstützung von Seiten der Stadt erhält.

Den Auftakt zum gemeinsamen Projekt bildete die Übergabe der Unterschriftenliste Anfang November. Nun ist bis Ende November die Nachbarschaft mit ihren Ideen und Antworten gefragt. Gemeinsam mit ihren Nachbarinnen Lydia Schmid und Saranda Jaha verteilt Tatjana Marquardt die Postkarten in den nächsten Wochen im Gebiet „Bühlen“ und hofft auf viele Antwortkarten im Briefkasten. So lange die Bäckereifiliale noch geöffnet hat, werden die Nachbarinnen auch immer wieder dort anzutreffen sein und für ihre Idee werben.