

Böblingen. Wenn in einem Unternehmen das Telefon klingelt, entscheidet oft der erste Moment über Kundenzufriedenheit – oder Frust. Doch was passiert, wenn niemand erreichbar ist? Wenn Leitungen überlastet sind oder Fachkräfte fehlen? Genau hier setzt das Startup Voisento, mit Sitz im AI xpress, an. „Wir wollen mit KI-gestützten Telefon- und Chatbots die Kommunikation zwischen Firmen und Kunden neu definieren“, sagt Geschäftsführer Michael Wichterich.
Die Voisento-Idee klingt simpel, ist technologisch jedoch anspruchsvoll: Ein digitaler Assistent nimmt Anrufe entgegen, versteht natürliche Sprache, beantwortet Fragen, vereinbart Termine oder leitet Anliegen gezielt weiter – rund um die Uhr. Grundlage sind moderne Sprachmodelle, sogenannte Large Language Models, die menschliche Kommunikation in Echtzeit analysieren und verarbeiten können.
Und der Erfolg gibt dem Gärtringer und seinem Team recht. „Monatlich werden bereits über 25 000 Anfragen durch von uns entwickelte Systeme beantwortet – mit einer Trefferquote von 96,8 Prozent. Unsere Lösungen entlasten das eigene Team und steigern die Kundenzufriedenheit deutlich“, sagt Michael Wichterich. Mit über 70 000 Followern auf LinkedIn, Instagram & Co. und mehr als 1 Million monatlichen Besuchern auf allen Kanälen gehört Voisento zu den am stärksten vernetzten Anbietern für KI-gestützte Kundenkommunikation im DACH-Raum.
Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist Erreichbarkeit ein kritischer Faktor. Personalengpässe, Urlaubszeiten oder Stoßzeiten führen häufig zu langen Wartezeiten. Der KI-Telefonassistent von Voisento schließt genau diese Lücke. Er beantwortet Routinefragen automatisiert und filtert Anfragen, bevor sie beim zuständigen Mitarbeiter landen. Abgerechnet wird nur bei tatsächlicher Nutzung. Statt fixer Lizenzkosten zahlen Unternehmen pro Gesprächsminute. Damit soll die Technologie auch für kleinere Betriebe wirtschaftlich interessant sein.
Neben Telefonbots bietet Voisento Web-Chatbots und Messenger-Lösungen an. Kunden können somit über Website-Chat, WhatsApp oder andere Kanäle kommunizieren. „Diese sogenannte Multichannel-Strategie entspricht dem veränderten Kommunikationsverhalten vieler Verbraucher“, so Michael Wichterich.
Trotz Automatisierung betont der 34-Jährige: „Die KI soll Mitarbeitende nicht ersetzen, sondern entlasten. Komplexe Anliegen oder emotionale Gespräche bleiben weiterhin in menschlicher Hand. Die Technologie übernimmt vor allem Routineaufgaben – Terminvereinbarungen, Standardinformationen oder einfache Supportfragen.“
Dieser Ansatz passe zu einer Entwicklung, die sich branchenübergreifend zeige: „KI wird zum Werkzeug im Arbeitsalltag. Während repetitive Tätigkeiten automatisiert werden, steigt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften für Beratung, Strategie und individuelle Problemlösung“ ist der KI-Experte überzeugt.
Und wer zählt zur Zielgruppe? „Besonders für Branchen mit hohem Anrufaufkommen – etwa Autohäuser, Dienstleistungsunternehmen oder etwa Steuerkanzleien– rechnet sich die Einführung schnell. Ein digitaler Assistent filtert Anfragen, priorisiert Dringendes und sorgt dafür, dass kein Anruf unbeantwortet bleibt“, so Michael Wichterich.
Die Erwartungen an Erreichbarkeit steigen. Kunden möchten schnelle Antworten – unabhängig von Öffnungszeiten. Für Unternehmen bedeutet das einen Balanceakt zwischen Effizienz und persönlicher Nähe. Für Anbieter wie Voisento eröffnet sich damit ein stark wachsender Markt.
„Die Frage ist längst nicht mehr, ob künstliche Intelligenz im Kundenservice eingesetzt wird, sondern wie intelligent sie implementiert wird. Unsere Lösungen sind Multichannel-Agenten. Die Kunden starten mit einem KI-Chatbot und erweitern ihn später mit Telefonie, E-Mail-Automatisierung oder Voice-Komponenten – ganz ohne Systemwechsel“, so Michael Wichterich.
Info: Unter folgender Telefonnummer kann man testweise mit einer KI-Assistentin telefonieren: 0 70 31 / 4 20 40 12. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: voisento.de



