

Sindelfingen. Nach Jahren der Planung, Diskussionen und offenen Fragen zur Zukunft der Pfarrwiesenallee ist nun ein entscheidender Punkt erreicht: Der Abriss aller 104 Bestandswohnungen befindet sich in der Endphase. Somit ist der Weg frei für die Entwicklung und Umsetzung eines neuen Wohnquartiers, in dem künftig insgesamt 222 Wohnungen entstehen sollen.
Bereits mit der Erteilung der Baugenehmigung durch die Stadt Sindelfingen Anfang 2023 war das Projekt grundsätzlich baureif. Die damalige Zinsentwicklung und die exponentiell gestiegenen Baukosten ließen die unmittelbare Umsetzung des Projekts jedoch zunächst nicht zu. In den darauffolgenden Jahren prüften die Wohnstätten Sindelfingen kontinuierlich verschiedene Umsetzungsvarianten – von modularen und seriellen Bauweisen bis hin zur konventionellen Ausführung. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen erweist sich die konventionelle Bauweise als die wirtschaftlich und qualitativ überzeugendste Lösung.
Für die anstehende Umsetzungsphase und mit der Verlängerung der Baugenehmigung im November 2025 konnten die Wohnstätten Sindelfingen einen zuverlässigen Generalunternehmer – eine Arbeitsgemeinschaft aus Gustav Epple Bauunternehmung und Dreßler Bau – gewinnen und gemeinsam mit notwendigen und dringend erforderlichen Fördermitteln eine wirtschaftlich tragfähige Grundlage schaffen. Die eingesetzten Fördermittel wirken sich dabei unmittelbar auf die Festsetzung der Mietpreise aus und ermöglichen es, bezahlbaren und dringend benötigten Wohnraum anzubieten. Der Start des Bauvorhabens ist für Sommer 2026 vorgesehen, die Bauzeit beträgt rund drei Jahre.
„Mit dem Abschluss des Generalunternehmervertrags haben wir den Grundstein für die Umsetzung des Projekts gesetzt. Nach langer und sorgfältiger Prüfung verschiedener Ansätze, sowohl am Kapitalmarkt als auch innerhalb der Bauwirtschaft, haben wir unser Ziel erreicht: Die Realisierung unseres Projekts in der Pfarrwiesenallee“, sagt Georgios Tsomidis, Geschäftsführer der Wohnstätten Sindelfingen.
Und weiter: „In der intensiven Projektvorbereitung haben wir verschiedene Bauansätze vor dem Hintergrund der Markt- und Zinsentwicklung sorgfältig geprüft. Die nun gewählte Variante bestätigt uns, dass eine solide geplante und vor allem konventionelle Bauweise mit den aktuellen Rahmenbedingungen wirtschaftlich sehr überzeugend sein kann. Gemeinsam mit langfristig gesicherten Fördermitteln in Höhe von rund 22 Millionen Euro ist es uns gelungen, den Übergang in den Bau zu schaffen“,
Auch Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnstätten, Markus Kleemann, zeigt sich begeistert: „Die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum ist mir ein wichtiges Anliegen, und die Weiterentwicklung der Pfarrwiesenallee ist ein wichtiger Baustein für die Wohnraumversorgung in unserer Stadt. Hier entsteht moderner Wohnraum, der langfristig zur Entlastung der Wohnungsknappheit beiträgt. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie kommunale Verantwortung, wirtschaftliche Vernunft und nachhaltige Stadtentwicklung zusammenwirken können.“
Die Wohnstätten Sindelfingen tragen als kommunales Wohnungsunternehmen eine besondere Verantwortung und leistet konstant stabilisierende Beiträge zum Wohnungsmarkt in Sindelfingen. Seit vielen Jahrzehnten ist sie verlässlicher Partner für Bauen und Wohnen, bewirtschaftet mehrere tausend Wohnobjekte und investiert kontinuierlich in Quartiersentwicklung, Bestandsgebäude und Neubau.
Aktuell laufen die finalen Rückbaubauarbeiten auf dem Areal. Nach dem bereits erfolgten Abriss der ersten beiden Riegel wird derzeit das letzte Gebäude zurückgebaut. Mit dem Abschluss dieser Arbeiten wird der Startschuss für das Neubauvorhaben eingeleitet. Mit dem Beginn des Projekts „Pfarrwiesenallee“ und einer voraussichtlichen Gesamtinvestition von rund 65 Millionen Euro wird damit ein weiteres zentrales Neubauvorhaben der Wohnstätten in Sindelfingen umgesetzt.




