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Von Jürgen Wegner und Saskia Schüttke · 24.10.2021

Sindelfingen: Leichtathleten feiern, ein Superstar gratuliert

Die Sindelfinger Leichtathleten feiern im Glaspalast mit Video-Grüßen von Colin Jackson, dem Trikot von Haile Gebrselassie und dem Olympiasieger Dieter Baumann ihr 100-jähriges Jubiläum

  • Ein bisschen schwindelt Robert Dinkelacker mit der vermeintlichen Liveschalte auf die Insel. Das Interview mit Colin Jackson, der 1994 beim IHS im Glaspalast mit 7,30 Sekunden über 60 Meter Hürden einen Fabelweltrekord aufstellte, hatte er vorher schon aufgezeichnet. Trotzdem war das ein gelungener Moment. Der Waliser wollte eigentlich persönlich vorbei kommen, steckt aber in der Arbeit zwischen zwei TV-Shows und sagt zu Sindelfingen: "Mir hat die süddeutsche Luft offensichtlich gut getan." Sein Rat an die aufstrebende VfL-Generation: "Keep dreaming big." Große Träume führen wohl an höhere Ziele. Aber auch den Spaß am Sport soll der Nachwuchs nie verlieren. Bild: Dettenmeyer

  • So sieht die Zukunft des VfL Sindelfingen aus. Speedy-Chefin Birgit Hamann, selbst Olympiateilnehmerin 1996, hat seit dem Jahr 2000 über 1500 Kinder gefördert und schon so manches Talent geschmiedet. Sie sagt: "Habt Spaß und steigert eure Bestleistung. Sport ist viel mehr als das Ringen nach Medaillen. Talentförderung ist das, was kontinuierlich stattfiundet. Und ein Speedy-Training fällt so gut wie nie aus."Bild: Dettenmeyer

  • Werner Späth (rechts) ist die lebende Trainerlegende schlechthin beim VfL Sindelfingen. Alleine 40 Deutsche Meistertitel und sieben Olympiateilnehmerinnen gehen auf sein Konto. Die Kameras und die Mikrofone scheut er, Hans-Jörg Zürn entkommt er nicht und verrät zu den Filmen, die er für den Abendschnitt: "Ich kann mich an jeden einzelnen Wettkampf erinnern. Es ist schade, dass ich jeweils nur zwei Minuten Zeit bekommen habe und schade, dass ich nicht noch viel mehr schnelle Mädchen zeigen konnte." Danach gibt es erst für ihn und dann für die schnellen Mädels klatschende Hände und einen weiteren Gäsehautmoment. Dafür erheben und bedanken sich Isolde Fessel, Esther Brunner (heute Ayasse), Fredericke "Fritzi" Vombohr, Marion Fritz (heute Schneider), Anette Bürkle, Gisela Eichler (heute Kittel), Eva Baur, Marghrit Schiller, Anke Köninger (heute Salzer), Andrea Thomas (heute Weiß), Ulrike Sárvári, Birgitr Wolf (heute Hamann), Nadine Hildebrand und Carolina Krafzig.Bild: Dettemmeyer

  • Ulrike Sáváriari vor ihrem Olympiastart 1988. Filme wie diese lassen die Haare zu Berge stehen.Bild: Dettenmeyer

  • Der Mann mit dem roten Jacket: Auf der Leinwand laufen Bilder des in diesem Jahr im Alter von 87 Jahren verstorbenen Herbert "Hebo" Bohr. So gerne hätte der Macher diesen Abend noch erlebt.Bild: Dettenmeyer

  • Bild mit Symbolcharakter, der VfL bleibt kontinuierlich dran: Die junge, starke Atlethenfraktion, hier vertreten durch Stefan Volzer, Kim Bödi, Velten Schneider, Carolina Krafzik und dahinter verdeckt Constantin Preis bekommt von Rosemarie Späth und den Freunden der Leichtathletik einen Scheck in Höhe von 20870 Euro überreicht. Auch Abteilungsleiter Jürgen Kohler und Steffen Sattelmeier sind happy (von links). Damit nicht genug: Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer bringt im Namen der Stadt süße Grüße des Chocolatiers Kevin Kugel und weitere 5000 Euro mit, und auch von Dr. Heinrich Reidelbach und dem Gesamtverein gibt es einen Zuschuss.Bild: Dettenmeyer

  • Prosit auf ein gutes Stück VfL-Geschichte: Christl Wolf, damals noch Grätzinger, war in den 60ern die einzige Frau in der Abteilung und musste sich deshalb ihr Trikot selbst nähen, Alfred Schwab machte 1954 den Umzug vom Eichholz ins neue Floschenstadion mit.Bild: Dettenmeyer

  • Ein echter Olympiasieger als Überraschungsgast: In Dieter Baumanns Terminkalender passte das IHS meistens nicht rein, die Jubiläumsfeier lässt er sich aber nicht entgehen. Als er seinen Lauf zum Olympiasieg von 1992 in Barcelona sieht, verrät er Zweierlei. Erstens habe er die Lücke, die sich für seinen sagenhaften Zielsprint noch auftun sollte, schon 250 Meter vor dem Kommentatoren Gerd Rubenbauer entdeckt. Vor allem aber: "Ich habe diesen Lauf schon zigtausendmal gesehen. Heute habe ich zum ersten Mal gedacht, den krieg ich nicht mehr."Bild: Dettenmeyer

  • SZ/BZ-Verlagsleiter Hans-Jörg Zürn gibt mit seiner Moderation der Veranstaltung nicht nur "einen professionellen Rahmen", wie sich Abteilungsleiter Jürgen Kohler bedankt, er hält auch noch das Trikot in den Händen, das Haile Gebrselassie 1996 bei seinem Weltrekord von 13:10.98 Minuten über 5000 Meter im Glaspalast trug. Es war der erste Hallenstart überhaupt des Äthiopiers, der die anderen auf der Außenbahn reihenweise überrundete.Bild: Dettenmeyer

Leichtathletik - „Das ist ein Gänsehautmoment“, sagt Hans-Jörg Zürn. Auf einer Showtreppe hat der Verlagsleiter der SZ/BZ noch keine Moderation begonnen, das ist das eine. Aber es ist vor allem die geballte Ladung Leichtathletik-Geschichte, die er selbst jahrelang als Sportredakteur begleitete und die ihm jetzt die Härchen empor stehen lässt. Die Sindelfinger Leichtathleten feiern im Glaspalast ihr 100-jähriges Jubiläum. Und damit in ihrem „Wohnzimmer“, wie an diesem Abend immer wieder zu hören ist.

Der das große Fest, das eigentlich schon am 10. Oktober 2020 hätte über die Bühne gehen sollen, geplant und dafür an allen Rädern gedreht hat,...


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