Poptalk: So war die lokale Rockszene in den 70er Jahren
Sindelfingen. Am Mittwoch, 26. November, findet ab 20 Uhr im Pavillon (Calwer Straße 36) eine weitere Veranstaltung zur Neuerscheinung „Von Abba bis Zappa – Als Sindelfingen und Böblingen den Südwesten rockten (1964 – 1984)” des Autors Christoph Wagner statt.
„Poptalks 5 & Music“ in Kooperation mit der IG Kultur im Pavillon beleuchtet die lokale Rockszene in den 1970er-Jahren. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Gruppe If You Wanted To, diesmal „unplugged“. Der Eintritt ist frei, das Buch kann an diesem Abend käuflich erworben werden.
Brennpunkte der Popmusik
In den 1970er-Jahren wurden Sindelfingen und Böblingen zu Brennpunkten der Popmusik. Zahlreiche internationale Rockkonzerte fanden in den beiden Nachbarstädten statt. War das ein Segen oder ein Fluch für die lokalen Rockbands, die sich ebenfalls Gehör verschaffen wollten?
Die Rockbands von damals
Pophistoriker Christoph Wagner stellt in einem Multimediavortrag die tonangebenden Rockbands vor Ort von damals vor, ob Wanted, Baobab oder Chickenfarm, wobei nur eine Band aus Sindelfingen/Böblingen in den 1970er-Jahren zu überregionaler Bedeutung kam: Die Rockgruppe Message gab bundesweit Konzerte und veröffentlichte zahlreiche Langspielplatten auf angesagten Labels.
Zeitzeugen zu Gast
Mehrere Zeitzeugen sind zu Gast, die anhand ihrer persönlichen Erfahrungen als Rockmusiker aus dem Nähkästchen plaudern: Gerhard Schaber, der erste Drummer der Gruppe Message, Werner Schumacher, als Soundmann bei Message aktiv, danach bei der Formation Wanted und später technischer Leiter der Sindelfinger Stadthalle. Er hat einst auch am Mischpult für Eloy, Udo Lindenberg sowie Eberhard Schoener und selbst mit der Gruppe Police gearbeitet.
Der dritte im Bunde ist Joachim Kupke, Sindelfinger Popurgestein, der schon in den 1960er-Jahren mit der Gruppe „Les Masques“ bei Beatwettbewerben auftrat und später als Leadsänger der Gruppe Wanted Beachtung fand.
Autogramm-Alben von Andreas Henkel
Der zweite Teil des Abends ist den spektakulären Autogramm-Alben von Andreas Henkel aus Sindelfingen gewidmet. Schon als Knirps sammelte Henkel jahrelang die Unterschriften von Prominenten, darunter auch die zahlreicher Popstars. Er erzählt, was geschah, als er Lemmy von Motörhead um eine Unterschrift bat oder Freddie Mercury von Queen wegen eines Autogramms anging.
Kontakt
Für weitere Informationen steht Illja Widmann, Amt für Kultur, Abteilung Museen, per E-Mail an Illja.widmann@sindelfingen.de oder telefonisch unter 07031 94357 zur Verfügung.

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