Renningen: Mundart, Tempo und ein Besenfechten
Renningen. Die Theatergruppe des Musikvereins Renningen, „D’Rank-Bachl“, hat ihren selbst auferlegten Auftrag erfüllt, „in diesen Zeiten einmal den ganzen Mist um uns herum für ein paar Stunden zu vergessen“ (Theaterchef Michael Kriegler). Mit dem Stück „Dr Lottogwenn“ gab es vier Mal hintereinander klassisches Mundarttheater mit vielen Lachern – und ein bisschen Action.
„Dr Lottogwenn“ stammt aus der Feder des altehrwürdigen Mundart-Schreibers Willy Stock und lieferte in den drei temporeichen Akten viel Situationskomik, Lacher und am Ende sogar noch eine Fechtszene mit zwei Besen.
Opa Jakob Häberle (gespielt von Theaterchef und Regisseur Michael Kriegler), der bei seinem Sohn Fritz (Matthias Haug) und dessen Frau Berta (Petra Rienhoff) lebt, soll ins Altersheim abgeschoben werden. Der genießt allerdings seinen Ruhestand in vollen Zügen. Töchterlein Barbara (Svenja Schindele) und ihr Freund Klaus, genannt „Bully“ (Micha Eitel) nehmen den Opa zu einem lange versprochenen Discobesuch mit und kommen erst frühmorgens nach Hause.
Missverständnisse sind programmiert
Berta ist zu ihrer Mutter gefahren und bekommt deshalb nicht mit, dass am nächsten Tag eine gewisse Sonja Weinbrand (Yvonne Renz) auf der Bildfläche auftaucht. Sie hatte eine Heiratsanzeige aufgegeben und Jakob hatte sich gemeldet. Der schläft allerdings noch, was Fritz ausnutzen möchte, um von seiner bärbeißigen Frau etwas Ablenkung zu bekommen. Er versucht mit ihr anzubandeln. Missverständnisse sind da programmiert. Sie münden – wenig überraschend – in ein gutes Ende.
Noch mehr Farbe ins Spiel kommt durch die nervige Nachbarin Martha Schäfle (Birgit Ziegler) sowie durch einen unerwarteten Lottogewinn, dem Berta auf die Spur zu kommen scheint…
„D’Rank-Bachl“ schaffen es mit ihrem charmanten und lebhaften Spiel, dem Stück Leben einzuhauchen und immer für Kurzweil zu sorgen. Michael Kriegler bringt den Opa knitz und augenzwinkernd rüber, Matthias Haug als sein Sohn ist als „lommelicher Pantoffelheld“ der ideale Gegenpol. Petra Rienhoff, die seine Frau spielt, arbeitet die Rolle von der „Beißzange“ zum „liaba netta Mädle“ hervorragend ab und hat am Ende sogar noch mit ihrem Theater-Ehemann eine Besen-Fechtszene, die Szenenapplaus hervorruft.
Svenja Schindele als „Babsi“ und Micha Eitel als ihr Freund „Bully“ harmonieren als ungleiches, aber verschworenes Paar. Yvonne Renz sorgt als Heiratsinteressentin für glanzvolle Momente, wenn sie zum Beispiel von den beiden Herren des Hauses becirct wird. Das Salz in der Suppe ist Birgit Ziegler als nervige Nachbarin Martha, die selbiges allerdings scheinbar nicht im Hause hat und zum Leihen von Lebensmitteln immer wieder den Weg zu Häberles findet.
Der Musikverein Renningen kann als Veranstalter jedenfalls einmal mehr von einem erfolgreichen Theaterstadel sprechen. Schon Ende November ging nichts mehr: Die insgesamt 1200 Tickets für vier Tage waren weg. Zwei weitere Termine am 23. und 24. Januar sind ebenfalls bereits ausverkauft.

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