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Stuttgart/Sindelfingen

Neue Software und Motoren für die C-Klasse

Limousine und T‑Modell mit Verbrennungsmotoren erhalten das umfassendste technische Upgrade in der Geschichte der Mercedes-Benz-C‑Klasse.
Von unserer Redaktion
Die neue Mercedes-Benz C-Klasse, 2026.

Die neue Mercedes-Benz C-Klasse, 2026.

Bild: Mercedes-Benz AG – Communications & Marketing

Stuttgart. Mercedes-Benz hat seiner C-Klasse ein umfangreiches technisches Update verpasst. Limousine und T-Modell mit Verbrennungsmotoren erhalten neue Antriebe, ein überarbeitetes Fahrwerk und zusätzliche digitale Funktionen. Gleichzeitig wurde das Erscheinungsbild verändert.

Bei den Verbrennungsmotoren setzt Mercedes-Benz weiterhin auf Vierzylinder. Die Benziner verfügen über zwei Liter Hubraum und Mild-Hybrid-Technik mit 48-Volt-Bordnetz. Ein integrierter Starter-Generator kann zusätzlich bis zu 17 kW und 205 Newtonmeter bereitstellen. Die Benziner werden mit 130 kW (177 PS), 160 kW (218 PS) und 190 kW (258 PS) angeboten.

Dieselmotoren weiter im Programm

Daneben bleiben Dieselmotoren im Programm. Sie leisten je nach Ausführung 120 kW (163 PS) oder 147 kW (200 PS). Nach Angaben des Herstellers sind die Motoren mit den Biokraftstoffen HVO100, B10 und B20 kompatibel. Die gesamte Motorenpalette wurde laut Mercedes-Benz auf die kommenden Anforderungen der Abgasnorm Euro 7 vorbereitet.

Weiterhin angeboten werden Plug-in-Hybride. Beim C 400 e 4MATIC kombiniert Mercedes-Benz einen Vierzylinder-Benziner mit einer E-Maschine. Die Systemleistung beträgt bis zu 290 kW (395 PS), das maximale Systemdrehmoment 650 Newtonmeter. Mit der 19,53 kWh großen nutzbaren Batteriekapazität sollen nach WLTP bis zu 100 Kilometer rein elektrisch möglich sein. Geladen werden kann mit bis zu 11 kW Wechselstrom oder bis zu 55 kW Gleichstrom.

Auch am Fahrwerk hat Mercedes-Benz gearbeitet. Die optional angebotene Hinterachslenkung erreicht einen Lenkwinkel von bis zu 2,5 Grad und verringert den Wendekreis um 43 Zentimeter auf 10,64 Meter. Unterhalb von 100 km/h schlagen die Hinterräder dabei in die entgegengesetzte Richtung zu den Vorderrädern ein, bei höherem Tempo in die gleiche Richtung.

Erstmals als AMG Line Plus

Äußerlich ist die überarbeitete C-Klasse unter anderem an einem neuen Kühlergrill und einer veränderten Lichtsignatur zu erkennen. Hinzu kommen neue Stoßfänger sowie Scheinwerfer und Heckleuchten mit Sternmotiven. Neu im Programm sind außerdem die Lackierungen „Lavender Silver metallic“ und „Moody Sky Grey metallic“. Erstmals bietet Mercedes-Benz für die C-Klasse zudem eine AMG Line Plus an.

Ein Schwerpunkt der Überarbeitung liegt auf der Software. Die C-Klasse erhält das Mercedes-Benz Operating System MB.OS und die vierte Generation des Infotainmentsystems MBUX. Der virtuelle Sprachassistent greift dabei auf künstliche Intelligenz von ChatGPT, Microsoft Bing und Google Gemini zurück. Er soll mehrteilige Gespräche führen und sich innerhalb eines Dialogs Informationen merken können. Over-the-Air-Updates ermöglichen es, Fahrzeugsoftware und bestimmte Funktionen nachträglich zu aktualisieren.

Auch die Assistenzsysteme wurden erweitert. Je nach Ausstattung kann die C-Klasse auf Autobahnen automatisierte Spurwechsel unterstützen sowie beim Ein- und Ausparken eingreifen. Für die Navigation setzt Mercedes-Benz auf Google Maps und einen Automotive AI Agent von Google Cloud.

Mehr als 12 Millionen C-Klasse verkauft

Im Innenraum bleiben ein 12,3 Zoll großes Kombiinstrument und ein 11,9 Zoll großes, hochkant angeordnetes Zentraldisplay erhalten. Neu beziehungsweise weiterentwickelt sind unter anderem das Multifunktionslenkrad, Materialien und Zierteile sowie das optional erhältliche Burmester-3D-Surround-Soundsystem mit 15 Lautsprechern und 710 Watt Leistung.

Das T-Modell bietet weiterhin den größeren Nutzwert der beiden Karosserievarianten. Sein Kofferraum fasst bis zu 490 Liter. Werden die im Verhältnis 40:20:40 geteilten Rücksitzlehnen umgeklappt, stehen bis zu 1510 Liter zur Verfügung.

Mercedes-Benz bezeichnet die Überarbeitung als das bislang umfassendste technische Upgrade der C-Klasse. Die Baureihe gehört seit 1982 zum Modellprogramm des Herstellers. Seitdem wurden mehr als zwölf Millionen Fahrzeuge verkauft.